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Grossbanken und Pharmakonzerne stützen Schweizer Börse

Kräftige Kursgewinne der schwergewichtigen Grossbanken und Pharmakonzerne haben am Mittwoch der Schweizer Börse Auftrieb verliehen.

Nachdem die erste Fassung des Rettungspakets für das angeschlagene US-Finanzsystem gescheitert war, hofften die Marktteilnehmer, dass der überarbeitete Entwurf vom Repräsentantenhaus am Donnerstag angenommen wird. Die enttäuschenden Konjunkturdaten hatten hingegen kaum Einfluss. Der SMI-Index beendete den Handelstag 1,09 Prozent höher mit 6727,63 Punkten. Der breite SPI stieg 0,8 Prozent auf 5608,46 Zähler. Die Aktien der Grossbank UBS legten 6,7 Prozent zu. Die am Donnerstag stattfindende ausserordentliche Generalversammlung sorgte für Spannung. Anleger erhoffen sich neue Hinweise auf die Lage von der Kreditkrise stark betroffenen Bank und die weiteren Aussichten.

Neuer Abschreiber? Im Markt wurde spekuliert, ob UBS neue Abschreibungen bekannt gibt. Nach Angaben aus Börsenkreisen soll die Bank den Abbau von weiteren zehn Prozent der Stellen in ihrer Investmentbank planen. UBS-Konkurrent CS Group gewannen 3,5 Prozent an Wert. Auf der Verliererseite fiel Julis Bär mit einem Kursabschlag von 6,3 Prozent auf. Der Vermögensverwalter leidet unter seiner Tochtergesellschaft GAM, die im Geschäft mit den unter Druk gekommenen Hedgefonds tätig ist. Die Versicherungstitel tendierten meist gegen ein Prozent höher. Einzig Zurich Financial, die sich in jüngster Zeit besser als der Sektor geschlagen hatte, gab 2,3 Prozent nach. Kursgewinne von 1,4 beziehungsweise 2,2 Prozent verbuchten die als defensiv eingestuften Pharmawerte Novartis und Roche. Ebenso zog der Biotech-Wert und SMI-Neuling Actelion 2,3 Prozent an. Etwas hinterher hinkte Nestlé mit 0,5 Prozent Plus. Der Nahrungsmittelwert hatte am Dienstag 3,6 Prozent gewonnen.

Industriewerte tiefer Die meist nachgebenden Industriewerte erklärten Händler einmal mehr mit den Konjunktursorgen. ABB ermässigte sich 0,5 Prozent. Aber auch Adecco, Sulzer, Syngenta und Clariant waren unter den Kursverlierern zu finden. Dagegen gewannen die Bucher-Aktien 4,5 Prozent auf 154.70 Franken. Bucher-Chef Philip Mosimann hatte sich in einem Interview der «Finanz und Wirtschaft» positiv zu den weiteren Aussichten der Gruppe geäussert. 3,6 Prozent zulegen konnten auch die Aktien von Rieter. Händler sprachen von spekulativen Käufen.

SDA/js

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