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Gerüchte befeuern den Euro-Frankenkurs

Heute soll Mario Draghi die Bereitschaft zum unlimitierten Kauf von Staatsanleihen signalisieren. Der durchgesickerte Plan lässt den Euro gegenüber dem Franken auf den höchsten Stand seit April klettern.

Ungenannte Beamte der EZB hielten den Devisenmarkt heute Nachmittag auf Trab. Einen Tag vor der Sitzung der Notebank leiteten sie Einzelheiten eines Plans an die Medien weiter. Demnach soll EZB-Präsident Mario Draghi morgen bekannt geben, dass die EZB den Kauf von Staatsanleihen der Krisenländer in prinzipiell unlimitierter Menge beschlossen hat. Seit Wochen wird darüber gerätselt, ob sich die EZB tatsächlich zu einem derartigen Schritt durchringen würde. Der Kauf der Staatsanleihen von Ländern wie Spanien oder Italien würde die Finanzierungsbedingungen dieser Länder merklich verbessern.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei EZB-Quellen berichtet, soll der Staatsanleihenkauf durch den Verkauf anderer Wertpapiere in den Beständen der Zentralbank sterilisiert werden. Die Bank will damit Befürchtungen über eine erhöhte Inflation entgegentreten. Besonders von deutscher Seite wurden in jüngster Vergangenheit Ängste geäussert, die mit einem Anleihenkaufprogramm verbundene Ausweitung der Geldmenge könnte sich preistreibend auswirken.

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