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Die Negativzinsen wirken

Der Franken bleibt seit der Ankündigung der Nationalbank knapp über dem Mindestkurs. Weitere Devisenkäufe waren nicht nötig.

Einen Tag nach der Ankündigung von Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich der Franken vorerst nicht weiter abgeschwächt. Der Euro notierte weniger als einen halben Rappen über dem Mindestkurs der SNB von 1,20 Franken.

Anders als in den vorangegangenen Tagen wurden die Schweizer Währungshüter aber nicht mehr gezwungen, mit Devisenkäufen den Mindestkurs zu garantieren. Am Freitagmittag kostete der Euro im Devisenhandel 1,2038 Franken.

Ein historischer Schritt

Um die neue Frankenstärke einzudämmen, hatte die SNB am Donnerstag in einem historischen Schritt Negativzinsen von 0,25 Prozent auf grosse Bankeinlagen beschlossen. Banken müssen also zahlen, um Geld im grossen Umfang bei der SNB parkieren zu können. Konkret werden ab 22. Januar 2015 so genannte Giroguthaben über einem Freibetrag von mindestens 10 Millionen Franken mit einem Strafzins belastet.

Grund für die Massnahme sind gemäss SNB-Präsident Thomas Jordan die rasch gestiegene Unsicherheit an den Finanzmärkten, insbesondere die Zuspitzung der Krise in Russland, welche die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie dem Franken deutlich erhöht habe. Er bestätigte, dass erstmals seit September 2012 wieder Devisenmarktinterventionen der SNB nötig geworden waren.

Unmittelbar nach der Ankündigung von Negativzinsen stieg der Euro auf 1,2090 Franken. Rasch notierte die Gemeinschaftswährung aber wieder bei rund 1,2040 Franken. Jordan erklärte, er glaube, dass einige Kommentatoren die Strenge der eingeführten Massnahmen noch nicht ganz begriffen hätten.

SDA/ldc

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