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Bei Fahrkosten drohen zu hohe Steuern

An der letzten Steuer-Hotline stellten Leser auch Fragen zur neuen Fahrkostenregelung. Fehler auf dem Lohnausweis können bei der Steuerrechnung unangenehme Folgen haben.

Wer das Auto als Geschäftswagen nutzt, muss das sorgfältig deklarieren. Sonst drohen zu hohe Steuern.
Wer das Auto als Geschäftswagen nutzt, muss das sorgfältig deklarieren. Sonst drohen zu hohe Steuern.
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  • Sie müssen diesen Zusatzbetrag nicht zahlen. Der Aussendienst sollte aber im Lohnausweis unter Bemerkungen erwähnt sein. Lassen Sie das von Ihrem Arbeitgeber korrigieren. Auch das Datum der Neuausstellung des Lohnausweises sollte vermerkt werden.
  • Wenn Ihnen die Steuerverwaltung den Arbeitsweg für alle Werktage anrechnet, bezahlen Sie viel zu viel Steuern. Am besten erläutern Sie auf einem Beiblatt diese Situation, damit der Sachbearbeiter auf der Steuerverwaltung die Sachlage versteht.
  • Doch. Obwohl Sie Ihre Erträge und Ihr Vermögen in Deutschland ordentlich versteuert haben, gilt die fehlende Deklaration in der Schweiz als vollendete Steuerhinterziehung. Denn wer seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz hat, muss hier sein weltweites Vermögen und Einkommen deklarieren. Das ausländische Vermögen und Einkommen wird aufgerechnet und führt in der Schweiz zu einem höheren Steuersatz. Weil dies als Steuerhinterziehung gilt, ist es am besten, wenn Sie von der einmaligen straflosen Selbstanzeige Gebrauch machen. In diesem Fall zahlen Sie auf dem hinterzogenen Betrag für die letzten zehn Jahre Nachsteuern und Zinsen, aber keine Busse, die bis zum Dreifachen des hinterzogenen Betrags gehen kann.
  • Nein. Eine Akontorechnung können Sie erst zusammen mit der Schlussrechnung geltend machen. Wäre im vergangenen Jahr eine Teilrechnung und nicht eine Akontozahlung in Rechnung gestellt worden, dann wäre diese im Steuerjahr 2016 abzugsfähig. Abgesehen von Akontozahlungen ist für einen Abzug grundsätzlich das Rechnungsdatum mass­gebend.
  • Da müssen Sie vorsichtig sein: Die Steuerverwaltung akzeptiert den neuen Lebensmittelpunkt nur, wenn Sie die Brücken zur Schweiz definitiv abbrechen. Das geht also nicht, wenn Sie jährlich für mehrere Monate in die Schweiz zurückkehren. Bei einer allfälligen Verlegung des Lebensmittelpunktes ins Ausland müssen Sie unbedingt darauf achten, dass Sie weiterhin richtig krankenversichert sind. Das braucht in jedem Fall eine Absprache mit Ihrer Krankenversicherung.
  • Bei ausländischen Liegenschaften beträgt der amtliche Wert 70 Prozent des Kaufpreises. Dieser wird in der Steuererklärung angegeben. Bei selbst genutzten Liegenschaften beträgt der Eigenmietwert, den sie versteuern müssen, 6 Prozent des amt­lichen Werts.
  • Beim gemeinsamen Sorgerecht kann der Kinderabzug hälftig vorgenommen werden. Die Steuerermässigung pro Kind und der Elterntarif (Verheiratetentarif) können aber von dem Elternteil mit dem höheren Reineinkommen geltend gemacht werden. Anders ist es, wenn Mutter und Vater nicht im Konkubinat leben. In diesem Fall wäre die elterliche Sorge ausschlaggebend – massgeblich ist hier, wer die Alimente versteuert.
  • Streng steuerrechtlich betrachtet geht es um eine Zweitausbildung, die Sie in Ihrer Steuererklärung nicht mehr abziehen können. Ihr Sohn könnte demnach diese Abzüge in seiner Steuererklärung geltend machen. Es ist aber eine besondere Situation, da Ihr Sohn noch nicht 25 Jahre alt ist und weiterhin kein Geld verdient. Sie können die Situation auf einem Beiblatt zur Steuererklärung erläutern. Vielleicht kann der Abzug gewährt werden.

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