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«Als Beraterin leidet man ein bisschen mit»

Steigt die Arbeitslosigkeit, steigt automatisch die Arbeitsbelastung der Beraterinnen und Berater in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren. Ein Augenschein beim RAV Bern-West.

Chantal Godel hört aufmerksam zu, was die Stellensuchende für Erfahrungen machte.
Chantal Godel hört aufmerksam zu, was die Stellensuchende für Erfahrungen machte.
Urs Baumann

Fünf Minuten dauert die Zugfahrt von Bern nach Bümpliz-Süd. Zu Fuss gehts geschätzte hundert Meter Richtung Westen. Und schon wartet Chantal Godel beim Empfang des RAV Bern-West. Es ist Donnerstag, 8 Uhr. Die Beraterin erwartet den Journalisten, der sie den ganzen Tag begleiten darf.

RAV steht für Regionale Arbeitsvermittlung. Der Name könnte falsche Erwartungen wecken. Eine Vermittlung, wie sie private Personalvermittlungsagenturen betreiben, bietet das RAV nur in beschränktem Mass an. Die Personalberater unterstützen Stellensuchende, bieten Kurse im Bewerbungsatelier an und geben Gutscheine für das Onlinestellenportal Jobagent ab. Immerhin führt das RAV eine Datenbank mit offenen Stellen. Es kann dort anonym die Profile der Stellensuchenden auf­schalten. Doch die Stellensuchenden müssen den Kontakt mit den Unternehmen selber herstellen. Sie müssen sich also selber bewerben. Das RAV bietet somit eine Art Hilfe zur Selbsthilfe an.

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