Südafrikas Goldtaler ist begehrt wie schon lange nicht mehr

In Krisenzeiten steigt die Nachfrage nach dem Krügerrand. Ein Besuch in der Geburtsstätte der Goldmünze vom Kap.

1970 erstmals produziert: Vom Krügerrand wurden bislang 47 Millionen Stück hergestellt.

(Bild: Reuters)

Johannes Dieterich@tagesanzeiger

Jannie Geyer spannt den knapp 3 Meter langen, rund 15 Zentimeter breiten und exakt 2,8 Millimeter dicken Metallstreifen unter die Stanze und drückt den roten Knopf. Kreischend saust das Herzstück einer archaisch anmutenden britischen Caxton-Maschine auf den golden glänzenden Streifen herab: Nach jedem Stoss fallen vier kreisrunde Metalltaler in ein Plastikeimerchen unter der Stanze. Jeder der rund 34 Gramm schweren Rohlinge für den Krügerrand ist gut eintausend Euro wert. «So machen wir das schon seit ewigen Zeiten», sagt der bereits seit 25 Jahren bei der Rand Refinery tätige Stanzer. Was seit einigen Tagen allerdings geändert hat, ist die Häufigkeit, mit der die 35 Jahre alte Caxton den goldenen Streifen zu traktieren hat: Waren es bisher 500-mal am Tag, so muss die Stanze heute schon 700- und bald sogar 1000-mal am Tag niedersausen. «Wir werden wohl bald neue Maschinen brauchen», meint Chris Horsley, Logistikchef des Unternehmens.

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