Franken fällt auf tiefsten Stand seit Anfang 2015

Seit dem Frankenschock war die Schweizer Währung noch nie so tief: Ein Euro kostet derzeit gut 1,15 Franken.

Eine Euro-Münze und ein Schweizer Franken vor der Schweizer Fahne. (Archiv)

Eine Euro-Münze und ein Schweizer Franken vor der Schweizer Fahne. (Archiv) Bild: OIliver Berg/Keystone

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Der Schweizer Franken hat heute an Wert verloren und ist zum Euro auf den tiefsten Stand seit dem Ende des Mindestkurses Anfang 2015 gesunken. Den Grund dafür sehen Marktteilnehmer vor allem im Höhenflug der Gemeinschaftswährung, die auch im Vergleich zu anderen Devisen zulegte. So stieg der Euro-Kurs zum Dollar zeitweise auf über 1,20 Dollar.

Der Euro profitiert weiter von der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone. So hat sich die Stimmung von Finanzanlegern im September überraschend deutlich verbessert.

Zum Franken kostete ein Euro heute in der Spitze 1,1564 Franken. Im frühen Handel hatte er noch unter 1,15 Franken notiert. Am Nachmittag gab der Euro einen Teil seiner Gewinne ab und wurde bis zum frühen Abend mit 1,1539 Franken gehandelt.

SNB hält an Negativzins fest

Während sich die Europäischen Zentralbank (EZB) langsam auf eine Abkehr von ihrer lockeren Geldpolitik vorbereitet, hat die Schweizer Notenbank (SNB) vergangene Woche an ihren rekordtiefen Negativzinsen von minus 0,75 Prozent festgehalten.

Zudem bekräftigten die Währungshüter ihre Bereitschaft, den Franken weiter über Devisenmarktinterventionen zu schwächen. Allerdings stufen sie die Landeswährung seit vergangener Woche nicht mehr als «deutlich überbewertet» ein sondern als «hoch bewertet». Mit der neuen Wortwahl signalisierten sie eine Entspannung. (nag/sda)

Erstellt: 19.09.2017, 19:15 Uhr

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