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Gazprom legt Erschliessung von Schtokman-Feld auf Eis

Bern Rückschlag für Russlands geplante Ausbeutung von Bodenschätzen in der Arktis: Der Gazprom-Konzern hat die Erschliessung des riesigen Gasfelds Schtokman wegen zu hoher Kosten auf Eis gelegt.

Ein Teil der in der Barentssee vermuteten 3,8 Billionen Kubikmeter Gas sollte durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream nach Deutschland fliessen. Die beteiligten Konzerne Gazprom sowie Total (Frankreich) und Statoil (Norwegen) seien sich einig, dass das Projekt derzeit finanziell nicht zu realisieren sei, berichteten Medien in Moskau am Donnerstag. Schätzungsweise seien bis zu umgerechnet 24,5 Milliarden Euro und damit doppelt soviel Mittel nötig wie ursprünglich geplant. Gazprom bemüht sich seit rund zehn Jahren um eine Erschliessung des Feldes. Nach langen Verhandlungen gründete der Staatskonzern 2007 mit Total und Statoil das Gemeinschaftsunternehmen Shtokman Development, an dem Gazprom mit 51 Prozent die Mehrheit hält. Wegen der erneuten Verzögerung sei die Zahl der ursprünglich rund 300 Angestellten halbiert worden, teilte ein Sprecher des Joint Ventures mit. Die grösste russische Ölgesellschaft Rosneft vereinbarte unterdessen mit Statoil die Förderung an vier anderen Abschnitten der Arktis. Dazu hätten beide Unternehmen ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet, teilte Rosneft am Donnerstag in Moskau mit. Geplant sei die Erschliessung des Ölvorkommens Persejewski in der Barentssee sowie der Vorkommen Lissjanski, Kaschewarowski und Magadan-1 im Ochotskischen Meer bis zum Jahr 2021.

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