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G20-Staaten wollen sich mehr Zeit fürs Sparen geben

Mexiko-Stadt Aus Furcht vor einem Abwürgen der Konjunktur wollen sich die grössten Wirtschaftsnationen mehr Zeit bei ihren Sparprogrammen geben.

«Bei den Defizitzielen wird es vielleicht einige Anpassungen geben müssen», sagte der kanadische Finanzminister Jim Flaherty am Montag auf dem G20-Treffen in Mexiko- Stadt. In einem Entwurf für das Abschluss-Communiqué hiess es, man werde sicherstellen, dass «die Geschwindigkeit der fiskalischen Konsolidierung angebracht ist, um das Wachstum zu unterstützen». Die G20-Staaten hatten 2010 auf ihrem Gipfel in Toronto zugesagt, die Haushaltsdefizite bis 2013 zu halbieren. Allerdings werden wichtige Länder wie die USA und Japan die Vorgabe kaum einlösen können. Dennoch strebt unter anderen Deutschland eine Anschlussregelung zu den Vereinbarungen von Toronto an. Fiscal cliff droht Flaherty verwies auch auf die Notwendigkeit, eine Lösung für die drohende Haushaltskrise in den USA zu finden. «Da könnte mehr Zeit notwendig sein», sagte er. Wenn sich der zerstrittene Kongress nicht bald nach der Präsidentenwahl vom Dienstag auf eine Anhebung der Verschuldungsobergrenze einigt, drohen zum Jahreswechsel Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Umfang von 600 Milliarden Dollar. Das könnte das US-amerikanische und damit auch das globale Wirtschaftswachstum in die Knie zwingen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) verlangt von der Regierung in Washington seit längerem eine glaubwürdige Strategie, wie sie ihre Schuldenprobleme mittelfristig den Griff bekommen will. Das Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer endet am Montag (Ortszeit). Von dem Treffen wurden kaum grosse Durchbrüche erwartet. Unter anderem nehmen US-Finanzminister Timothy Geithner, EZB-Chef Mario Draghi und führende chinesische Vertreter nicht an dem Gipfel teil.

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