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Führung von Pariser Modehaus Hermès kündigt Gründung von Holding an

Paris Im Machtkampf um die Führung beim französischen Modeunternehmen Hermès hat die Familie Hermès die Gründung einer Holding angekündigt.

Die Gesellschaft mit mehr als 50 Prozent Kapital solle den langfristigen Erhalt des Hauses Hermès sichern und eine feindliche Übernahme durch den Luxusgüterkonzern LVMH abwenden. Das erklärten die Erben am Sonntag. Der Schritt müsse noch von der Finanzaufsicht gebilligt werden. Die Entscheidung sei am Freitag auf einer Versammlung der Hermès-Erbengemeinschaft gefallen, die 73,4 Prozent der Aktien an der Modemarke hält. LVMH und die Hermès-Führung liegen im Streit. Die Familie Hermès hatte den Geschäftsmann und LVMH-Chef Bernard Arnault Anfang November zu einem Rückzug aus ihrem Unternehmen aufgefordert. Sie reagierten damit auf die Ankündigung von LVMH im Oktober, seine Anteile bei Hermès auf 17,1 Prozent aufzustocken, ohne allerdings in die Unternehmensleitung eingreifen zu wollen. Zuvor hatte der Anteil von LVMH an Hermès unter fünf Prozent gelegen. Arnault versicherte, dass es sich um eine «freundschaftliche» Beteiligung handle. Die Familie Hermès befürchtet hingegen eine «finanzielle Schlacht». Nach dem Tod von Hermès-Chef Jean-Louis Dumas im Mai war spekuliert worden, wie es mit dem für seine Lederwaren und Seidentücher bekannten Unternehmen weitergeht. Mit seinem Aktienkauf ist LVMH nun der grösste Anteilseigner von Hermès nach den Erben des Unternehmensgründers. Zu LVMH gehören dutzende Nobelmarken wie die Modelabels Fendi, Kenzo und Givenchy, die Champagnermarken Moët et Chandon, Dom Pérignon, Veuve Cliquot und Krug sowie der Uhrmacher TagHeuer, die Kosmetikkette Sephora und das Pariser Nobelkaufhaus Le Bon Marché.

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