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Führende EU-Staaten beruhigen Irlands Gläubiger

Seoul/Dublin Angesichts neuer Rekordzinsen für irische Staatsschulden haben führende EU-Staaten die Gläubiger des Landes zu beruhigen versucht.

Ein neuer Krisenmechanismus werde frühestens Mitte 2013 in Kraft treten, betonten verschiedene EU- Finanzminister. Im Jahr 2013 laufen die Milliarden-Rettungsschirme der EU für Griechenland und andere Euro-Staaten aus. An deren Stelle soll ein dauerhafter Krisenmechanismus treten, um den Euro zu stabilisieren. Geprüft wird, inwiefern dann private Gläubiger wie Banken und Fonds die Lasten einer Schuldenkrise mittragen können, um den Steuerzahler zu schonen. Damit würde das Risiko für die Käufer von Staatsanleihen steigen, was sie sich durch einen Zinsaufschlag bezahlen lassen dürften. Diese Prüfung betreffe aber nicht derzeitige Absprachen zur finanziellen Unterstützung des Landes, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Finanzminister aus Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Diese wurde am Freitag am Rande des G-20-Gipfels in Seoul unterzeichnet. Finanzhilfe laut Regierung unnötig Nach Angaben der Regierung braucht Irland keine Finanzhilfen. Das Land könne sich im nächsten Jahr zu vernünftigen Konditionen Geld am Finanzmarkt beschaffen, sagte Kommunikationsminister Eamon Ryan am Freitag. Die Bedingungen seien dann andere als derzeit. Das hochverschuldete Irland muss derzeit Rekordzinsen für Geld vom Kapitalmarkt bezahlen. Investoren verlangten am Donnerstag für zehnjährige irische Anleihen eine Rendite von 8,846 Prozent - so viel wie noch nie seit der Einführung des Euro in Irland.

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