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Freitag, 12. Oktober 2012

AUFTRAGSZUNAHME ERKAUFT: Sulzer hat den Bestellungseingang in den ersten neun Monaten von 2012 gegenüber dem Vorjahr um 12,5 Prozent steigern können.

Das Wachstum des Industriekonzerns gründet vor allem auf dem Kauf des schwedischen Pumpenherstellers Cardo Flow Solutions. Bereinigt um Währungseffekte sowie um Übernahmen und Devestitionen betrug die Bestellzunahme nur 0,5 Prozent. Insgesamt stehen nun Bestellungen von fast 3 Milliarden Fr. in den Büchern. Die Division Chemtech verzeichnete von allen Konzernsparten als einzige weniger Bestellungen als im Vorjahreszeitraum. Sulzer ist für 2012 optimistisch und bestätigt den Ausblick auf das Geschäftsjahr. WENIGER AUFTRÄGE: Elma Electronics leidet weiterhin unter einer geringeren Nachfrage. In den ersten neun Monaten des Jahres schrumpfte der Auftragseingang um 4,2 Prozent auf 83,3 Millionen Franken. Währungsbereinigt betrug der Rückgang 7,8 Prozent. Auch beim Umsatz konnte der Konzern aus dem Zürcher Oberland nicht an die Vorjahreszahlen anknüpfen: Der Umsatz ging um 4,2 Prozent auf ebenfalls 83,3 Millionen Fr. zurück. In den Währungen seiner Märkte sank der Erlös sogar um 11 Prozent. Besonders die Zahlen aus Asien sind ernüchternd: Der Umsatz des Asien-Geschäfts liess um fast 20 Prozent nach (währungsbereinigt 25,0 Prozent), zudem wurden dem Unternehmen 31,5 Prozent (36,1 Prozent) weniger Aufträge erteilt. TIEFERER GEWINN ERWARTET: Die Elektronik-Gruppe Carlo Gavazzi spürt die geringe Nachfrage aus den europäischen Krisenländern. Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 69 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte Carlo Gavazzi 74 Millionen Franken Umsatz erreicht. Die Halbjahreszahlen seien von der geringen Nachfrage in den Krisenländern der Eurozone beeinflusst, vor allem in Italien und Spanien, den zwei Hauptmärkten der Gruppe. Voraussichtlich werde der Betriebsgewinn (EBIT) sowie der Reingewinn rund 20 Prozent tiefer liegen als in der Vorjahresperiode. HARTMETALL AG IN NACHLASSSTUNDUNG: Das Bezirksgericht Hochdorf hat der Hartmetall AG in Hitzkirch LU die Nachlassstundung gewährt. Laut Communiqué hofft man, das Unternehmen in der Nachlassphase finanziell zu stabilisieren und einen Käufer zu finden. Die Hartmetall AG mit über 90 Mitarbeitenden exportiert 80 Prozent ihrer Produkte in EU-Länder. Seit zwei Jahren leide das Unternehmen unter dem starken Franken. Zudem habe sich die Konjunkturlage speziell in der Metallverarbeitung in Europa deutlich verschlechtert. Anfang 2011 suchte die Hartmetall AG mit einer forcierten Spezialisierungsstrategie aus dem Tief herauszukommen. Diese Bemühungen blieben erfolglos. RENTABLER SOMMER FÜR PENSIONSKASSEN: Die Anlagen der Schweizer Pensionskassen haben sich im dritten Quartal 2012 weiter positiv entwickelt. Von Juli bis September legte der Pensionskassen-Index der Credit Suisse (CS) 2,77 Prozent zu. Allein im Juli betrug die Zunahme 2,02 Prozent. Der Index erreichte schliesslich den Wert von 132,29 Punkten, ausgehend von 100 Punkten zu Anfang des Jahres 2000. Die Liquidität der Kassen nahm in dieser Zeit um 7,2 Prozent ab. Vermehrt vertraut wurde in Fremdwährungsobligationen ( 9,0 Prozent) und in Aktien aus der Schweiz ( 12,2 Prozent) und dem Ausland (16,5 Prozent). Stattdessen investierten sie weniger oft als im letzten Jahr in Schweizerfrankenobligationen (-25,1 Prozent) und Immobilien (-20,9 Prozent). EIGENES BUDGET FÜR EURO-ZONE: Die Präsidenten der EU-Kommission, des EU-Rats, der Euro-Gruppe und der Europäischen Zentralbank wollen der Eurozone langfristig ein eigenes Budget und die Möglichkeit zur Kreditaufnahme geben. Solche Insignien der Eigenständigkeit sollen der europäischen Einheitswährung eine stabilere Basis geben. Der Bericht der vier Präsidenten lässt aber viele Fragen offen, die in einer ersten Beratungsrunde am Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs vom Donnerstag diskutiert werden sollen. Der Euro- Haushalt soll zweifach genutzt werden: Zum einen um Ländern zu helfen, die von einem wirtschaftlichen Schock getroffen werden. Zum anderen könnten mit dem Budget Strukturreformen belohnt werden. MEHR SCHUTZ DES WELTFINANZSYSTEMS: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat ihre Forderung nach einer tatkräftigeren Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte erneuert. Auch fünf Jahre nach der verheerenden Bankenkrise sei das Weltfinanzsystem weiterhin zu verwundbar, sagte sie zum Auftakt der dreitägigen IWF- und Weltbank-Jahrestagung in Tokio. Trotz aller erfreulichen Fortschritte seien die nötigen Reformen längst nicht abgeschlossen. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sagte in seiner Eröffnungsrede, dass vor allem die andauernde ökonomische und finanzielle Instabilität in Europa das Wachstum und die Arbeitsplätze in den Entwicklungsländern bedrohe. Er warnte davor, in diesem «herausfordernden Umfeld» den Kampf gegen die Armut auf der Welt aus den Augen zu verlieren. VERTRAUEN GESTIEGEN: Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich überraschend aufgehellt. Der Index für das Konsumentenvertrauen stieg von 78,3 Punkten im September auf 83,1 Zähler Anfang Oktober, teilten Thomson Reuters und die Universität Michigan mit. Dies ist der höchste Wert seit fünf Jahren. Der von Anlegern stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der Konsumenten anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung aus. Die privaten Haushalte zeigten sich zuletzt aber vor allem wegen den unsicheren Aussichten am Arbeitsmarkt zurückhaltend. KRISE BREMST WACHSTUM BEI VW: Volkswagen hat zusehends Mühe, das hohe Wachstumstempo der vergangenen Quartale zu halten. Zwar konnte Europas grösster Konzern seine Verkäufe im September dank florierender Geschäfte vor allem in den USA, Asien und Osteuropa steigern, doch fiel das Plus von 6,5 Prozent auf 801'000 Auslieferungen deutlich schmaler aus als noch im Monat zuvor. Im August hatte Volkswagen mit seinen Marken VW, Audi, Porsche, Skoda und Seat den Absatz noch um 19 Prozent gesteigert. Am meisten leidet VW in Westeuropa, wo die Krise den Absatz schmälert. Die Ausnahme bildet Deutschland, wo der Autobauer noch zulegen konnte. JP MORGAN WIEDER WIE ZU BESTEN ZEITEN: Die grösste US-Bank JP Morgan Chase hat im dritten Quartal den Gewinn um ein Drittel auf 5,7 Milliarden Dollar gesteigert. Hauptgrund ist die boomende Nachfrage nach Hypotheken in den USA, welche durch das Aufkaufprogramms der US- Notenbank Fed und die niedrigen Zinsen ausgelöst wurde. Allein im Hypothekengeschäft nahm das Institut 1,8 Milliarden Dollar ein - 36 Prozent mehr als vor einem Jahr. Viele Hausbesitzer wollen aktuell ihre Hypotheken umschulden. Zugleich haben die Banken keine Probleme, die Finanzierungen am Kapitalmarkt weiterzuverkaufen. Sie bündeln sie dafür in Wertpapiere. Noch vor fünf Jahren war der Markt für ähnliche Finanzprodukte zusammengebrochen, woraufhin die Finanzkrise ihren Lauf nahm. WELLS FARGO MIT REKORDGEWINN: Im dritten Quartal wuchs der Gewinn der US-Grossbank Wells Fargo im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf den Rekordwert von 4,94 Milliarden US-Dollar. Die Bank profitierte von der sich bessernden US-Konjunktur und dem weiter anziehenden Immobilienmarkt. Zudem reduzierte Wells Fargo weiter die Kosten. Das Institut gilt als einer Gewinner der Finanzkrise. Die Bank übernahm den Rivalen Wachovia und entwickelte sich zum grössten Kreditgeber für Häuser des USA - ein Drittel aller Immobiliendarlehen stammt inzwischen vor ihr. An der Börse sind die Kalifornier inzwischen die wertvollste US-Bank. 30 MILLIONEN ARBEITSLOSE MEHR: Rund um den Globus sind nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) derzeit gut 30 Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der weltweiten Finanzkrise. Ein Drittel der insgesamt mehr als 200 Millionen Arbeitslosen weltweit ist unter 25 Jahre alt. Und 40 Millionen Frauen und Männer ohne Job hätten aufgehört, nach einer Arbeit zu suchen, hiess es in einer vorab publizierten Rede des ILO-Chefs Guy Ryder, die dieser am Samstag vor dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Tokio halten will. Zudem strömten jedes Jahr rund 40 Millionen Menschen neu auf den Arbeitsmarkt. Die Welt stehe deshalb auf Jahre hinaus vor «grossen und wachsenden Defiziten» bei der Schaffung von Arbeitsplätzen.

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