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Frankreich will Firmen bei Benachteiligung von Frauen bestrafen

Paris Frankreich will gegen Unternehmen vorgehen, die Frauen bei der Bezahlung benachteiligen.

Unternehmen sollten mit einer Geldstrafe belegt werden, wenn sich die Gehälter der Frauen von ihren männlichen Kollegen um mehr als ein Prozent unterschieden. Dies sagte Arbeitsminister Eric Woerth am Sonntag dem Hörfunksender «Europe 1». Dies sei Teil der Rentenreform. Einzelheiten nannte Woerth nicht. In Frankreich ist die Rentenreform umstritten. Gewerkschaften und Opposition haben mit Grossdemonstrationen gegen sie protestiert. Unterschiedliche Bezahlungen seien eine «Beleidigung für die Demokratie und das Gesellschaftsmodell», sagte der Minister. Woerth wies darauf hin, dass sich nur bei einer Bezahlung auf gleichem Niveau die Renten von Mann und Frau anpassen würden. Für den Rest sorge die Reform, die beispielsweise Mutterschutzzeiten mit zwei Jahren zusätzlicher Zahlung ausgleiche. Die Regierung hält trotz der massiven Proteste an der Reform fest, deren Kern in einer Anhebung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre besteht. Ohne die Erhöhung würde das französische Rentensystem nach Regierungsangaben pro Jahr 45 Milliarden Euro bis 2020 verlieren. Sie will die Rentenreform bis Ende Oktober verabschieden.

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