Zum Hauptinhalt springen

Frankreich umwirbt Unternehmen in der Romandie

Nur einen Tag nach dem Nein zur Unternehmenssteuerreform III erhielten Unternehmen in der französischen Schweiz eine E-Mail aus Frankreich.

Verlagert 90 Arbeitsplätze nach Paris: Nissan in Rolle, VD. (Archivbild)
Verlagert 90 Arbeitsplätze nach Paris: Nissan in Rolle, VD. (Archivbild)
Jean-Christophe Bott, Keystone

Nach dem Volksnein zur Unternehmenssteuerreform III steigt der Druck auf den Wirtschaftsstandort Schweiz. Frankreich nutzt die Gunst der Stunde und wirbt in der welschen Schweiz intensiv um Unternehmen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Nur einen Tag nach der Abstimmung über die Steuerreform erhielten zahlreiche Unternehmen eine Mail von «Business France», dem staatlichen französischen Standortförderer. Die Botschaft ist klar: Kommt nach Frankreich, wir bieten euch attraktive Konditionen.

Avancen ernst nehmen

«Frankreich offeriert forschenden Unternehmen die attraktivste steuerliche Behandlung innerhalb der EU», heisst es in der Mail. Dass man solche Avancen ernst nehmen müsse, zeige etwa das Beispiel Nissan, sagt der Waadtländer Finanzdirektor Pascal Broulis (FDP).

Kürzlich hat der Autobauer Geschäftsbereiche nach Paris ausgelagert, in Rolle (VD) gingen dadurch 90 Arbeitsplätze verloren. «Wir spüren aber nicht nur Druck aus Frankreich», sagt Broulis. «Die Schweiz ist nicht allein auf der Welt, Druck kommt auch aus den USA, Luxemburg, den Niederlanden oder Belgien». Und dieser habe nach der Ablehnung der Steuerreform deutlich zugenommen. Deshalb sei es umso wichtiger, so schnell wie möglich eine neue Vorlage aufzugleisen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch