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Finanzbetrüger Madoff will vorzeitige Haftentlassung

US-Börsenmakler Bernard Madoff wurde wegen eines der grössten Anlagebetrugsfälle der Finanzgeschichte zu 150 Jahren Haft verurteilt. Nun will er freikommen.

«Ich bin sterbenskrank»: Bernard Madoff will aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Gefängnis freikommen. Archivbild epa/Peter Foley
«Ich bin sterbenskrank»: Bernard Madoff will aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Gefängnis freikommen. Archivbild epa/Peter Foley

Der wegen eines der grössten Anlagebetrugsfälle der Finanzgeschichte zu 150 Jahren Haft verurteilte US-Börsenmakler Bernard Madoff will aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Gefängnis freikommen. «Ich bin sterbenskrank», sagte der 81-Jährige der «Washington Post» vom Mittwoch in einem Telefon-Interview. «Es gibt keine Heilung für meine Art von Krankheit.» Er habe bereits elf Jahre seiner Strafe abgesessen und dabei durchgehend gelitten.

Madoffs Anwalt stellte am Mittwoch (Ortszeit) einen Gerichtsantrag auf vorzeitige Haftentlassung. Sein Mandant leide an einer tödlichen Nierenkrankheit und habe nur noch weniger als 18 Monate zu leben, hiess es zur Begründung. Madoff hatte sich in elf Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter Betrug und Geldwäscherei. Er hatte Investoren über Jahrzehnte vermeintliche Traumgewinne mit dem Geld neuer Anleger bezahlt. Als der Schwindel aufflog, verloren viele ihre kompletten Ersparnisse.

(SDA)

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