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EZB bleibt am Anleihemarkt weiter passiv

Frankfurt/Berlin Trotz der hohen spanischen Anleiherenditen hält sich die Europäische Zentralbank (EZB) weiter von den Bondmärkten fern.

Wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte, wurden in der vergangenen Woche erneut keine Bondkäufe abgewickelt. Insgesamt hat sie durch das vor knapp zwei Jahren gestartete Programm Staatstitel in Höhe von 214 Milliarden Euro in den Büchern. Die Käufe wurden mit der Störung der Märkte begründet, sorgten aber de facto für sinkende Zinsen von Anleihen von Schuldenländern wie Spanien und Italien. Wegen der Nähe zur verbotenen Staatsfinanzierung sieht die deutsche Notenbank das Programm mit Unbehagen. Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel betonte im «Handelsblatt», das Programm ruhe. Der EZB- Rat habe es aber nicht beendet. «Die Bundesbank hat dieses Programm immer sehr kritisch gesehen. Daran hat sich für mich nichts geändert.» Spanien war zuletzt wieder verstärkt ins Visier der Finanzmärkte geraten, hatte sich aber in der vergangenen Woche mit einer geglückten Anleihen-Auktion etwas Luft verschafft. Das Land kämpft mit einem ausufernden Staatsdefizit und Problemen im Bankensektor.

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