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Ex-Postchefin Ruoff erhält vorläufig keine Boni

Der Subventions-Skandal bei der Post könnte Susanne Ruoff mehr als nur die Stelle kosten. Dies geht aus dem Kaderlohnreporting 2017 hervor.

Die Affäre um die Postauto AG ist noch nicht ausgestanden: Jetzt wurde der CarPostal-Präsident André Burri von seinen Aufgaben entbunden. (Archiv)
Die Affäre um die Postauto AG ist noch nicht ausgestanden: Jetzt wurde der CarPostal-Präsident André Burri von seinen Aufgaben entbunden. (Archiv)
Jean-Christophe Bott, Keystone
Das Unternehmen räumte im Sommer ein, auch im Auslandsgeschäft nicht sauber abgerechnet zu haben. (Archivbild)
Das Unternehmen räumte im Sommer ein, auch im Auslandsgeschäft nicht sauber abgerechnet zu haben. (Archivbild)
Keystone
Die Post musste einräumen, dass ihre Tochtergesellschaft zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hat: Ruoff mit Finanzchef Alex Glanzmann (links) und Kommunikationschef Marco Imboden (6. Feburar 2016)
Die Post musste einräumen, dass ihre Tochtergesellschaft zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hat: Ruoff mit Finanzchef Alex Glanzmann (links) und Kommunikationschef Marco Imboden (6. Feburar 2016)
Peter Schneider, Keystone
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Die Boni der inzwischen freigestellten Postchefin Susanne Ruoff werden erst nach Abschluss der Untersuchung freigegeben. Diese belaufen sich auf bis zu 310'000 Franken. Das geht aus dem am Freitag publizierten Kaderlohnreporting 2017 hervor.

Auch die variablen Lohnbestandteile für das laufende Jahr sind blockiert. Ob die Beträge ausgezahlt werden, entscheidet sich gemäss dem Bericht erst nach Abschluss aller Untersuchungen. Die Post hat ihre Erkenntnisse am Montag präsentiert. Das Bundesamt für Polizei klärt derzeit die strafrechtliche Verantwortlichkeit.

Ruoff muss trotzdem nicht darben

Ruoffs Fixlohn belief sich letztes Jahr auf 610'000 Franken. Für Spesen, GA, und andere Nebenleistungen erhielt sie über 50'000 Franken.

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Bilder: Susanne Ruoff tritt als Postchefin zurück

Hat ihren Rücktritt eingereicht: Susanne Ruoff anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)
Hat ihren Rücktritt eingereicht: Susanne Ruoff anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)
Peter Schneider, Keystone
Die Konzernchefin ist wegen des Buchungsskandals bei Postauto zurückgetreten.
Die Konzernchefin ist wegen des Buchungsskandals bei Postauto zurückgetreten.
Peter Schneider, Keystone
Die Post musste einräumen, dass ihre Tochtergesellschaft zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hatte: Ruoff mit Finanzchef Alex Glanzmann (links) und Kommunikationschef Marco Imboden (6. Februar 2016)
Die Post musste einräumen, dass ihre Tochtergesellschaft zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hatte: Ruoff mit Finanzchef Alex Glanzmann (links) und Kommunikationschef Marco Imboden (6. Februar 2016)
Peter Schneider, Keystone
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Spitzenverdiener bei den Unternehmen des Bundes bleibt SBB-Chef Andreas Meyer. Er verdiente letztes Jahr 1'007'235 Franken. Der Fixlohn belief sich auf 600'000 Franken, der Rest sind variable Lohnbestandteile und Nebenleistungen. 2016 hatte Meyer bei gleichem Fixlohn gut 40'000 Franken mehr erhalten. Die übrigen Mitglieder der SBB-Geschäftsleitung kamen 2017 im Schnitt auf 553'000 Franken.

Ruag-Konzernchef Urs Breitmeier hatte vor einigen Jahren noch über eine Million Franken kassiert. 2016 sank die Entschädigung auf gut 900'000 Franken, letztes Jahr waren es noch 795'330 Franken. Der Fixlohn lag etwas tiefer bei 561'000 Franken. Gesunken sind vor allem Boni und andere variable Lohnbestandteile. Diese betrugen noch gut 200'000 Franken, gegenüber 354'000 Franken im Vorjahr.

Gestiegen ist dagegen die Entschädigung von Postfinance-Chef Hansruedi Köng. Diese belief sich auf insgesamt 834'000 Franken, rund 24'000 Franken mehr als im Jahr zuvor.

SDA/nag

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