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Ex-Chef der «Money Service Group» im Fokus der Justiz Anlagebetrugs-Verdacht: St. Gallen und Ausserrhoden untersuchen Von Michael Nyffenegger und Jara Uhricek, sda

Gegen den Gründer und Ex-Chef der Liechtensteiner «Money Service Group» laufen im Kanton St. Gallen und in Appenzell Ausserrhoden Strafuntersuchungen.

Aus Firmen des Unternehmers und bekannten Sport-Sponsors sollen Kundengelder verschwunden sein. In die Schlagzeilen kam die Money Service Group (MSG) vergangene Woche, als bekannt wurde, dass die Liechtensteiner Justiz wegen Verdachts des schweren gewerbsmässigen Betrugs und anderer Delikte gegen den Finanzdienstleister ermittelt. Am Firmensitz der MSG in Schaan FL und an weiteren Standorten kam es zu Hausdurchsuchungen. Ex-Präsident des SC Herisau Gegen den Ex-Chef der MSG wird auch in St. Gallen und in Appenzell Ausserrhoden ermittelt, wie die zuständigen Staatsanwälte auf Anfrage bestätigten. Der 40-jährige Deutsche, der Ende der 1990er Jahre den Schlittschuh-Club Herisau präsidierte, besitzt die Firma Samiv AG mit Sitz in Herisau und Zweigstelle in Rorschach. Die Anlageberatungs-Firma soll mit dem Verschwinden von Kundengeldern in Verbindung stehen. Die Samiv AG befindet sich seit zwei Wochen in Liquidation. Im Fokus der Justiz steht auch die Hermes Invest GmbH in Oberbayern, ebenfalls eine Firma des MSG-Gründers. Hermes Invest bietet im Internet Fonds mit prognostizierten Renditen von bis zu 7 Prozent an. Kunden aus Deutschland betroffen Betroffen vom mutmasslichen Anlagebetrug sind vor allem Kunden aus Deutschland, wie der leitende Ausserrhoder Staatsanwalt Christian Bötschi gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Der Fall sei komplex und der Umfang noch offen. Ausserrhoden sei in dieser Sache nur «Randgebiet». Mehrere Personen, zum Teil aus Deutschland, erstatteten im Kanton St. Gallen Anzeige. Erst danach zeigte sich auch der ehemalige MSG- Chef selber in Appenzell Ausserrhoden an. Für den Deutschen gilt die Unschuldsvermutung. «Vorwürfe sind Quatsch» In einem Interview der österreichischen Tageszeitung «Presse» (Onlineausgabe) vom Montag bestritt der Geschäftsmann, dass Kundengelder veruntreut wurden. «Die Vorwürfe sind Quatsch», wird der MSG-Gründer zitiert. Er räumte im Interview allerdings Unregelmässigkeiten bei seiner Firma Samiv AG ein, die er vor Kurzem entdeckt habe. Darauf habe er Anzeige erstattet. Er selbst übe bei Samiv seit 2004 keine operative Tätigkeit mehr aus. Teilliquidation in Schaan Aus der von ihm aufgebauten «Money Service Group» in Schaan zog sich der Deutsche Ende Juni aus gesundheitlichen Gründen zurück. MSG, mit Zweigstellen in Deutschland und Wien, befindet sich in Teilliquidation. Die Dachmarke soll verkauft werden. Die MSG kündigte den Umzug ihrer Beratungsfirma MS Consult in die Schweiz an. Eine Rolle spielen könnte dabei die Prime Advisors AG in Goldach SG, bei der die Gattin des MSG-Gründers als Verwaltungsrätin fungiert. Notiz an die Redaktion: Folgt Extra «Offene Rechnungen im Sport-Sponsoring»

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