Zum Hauptinhalt springen

Ex-Banker von Julius Bär ist teilweise geständig

Der entlassene Julius-Bär-Banker Rudolf Elmer ist teilweise geständig, seinen ehemaligen Arbeitgeber bedroht zu haben.

Dies ergab eine erste Befragung am Zürcher Bezirksgericht am Mittwoch. Der Zürcher Wirtschaftsprüfer gab zu, anonym Drohmails an die Bank geschrieben zu haben. Er sei damals in einer absoluten Notlage gewesen. «Ich stand unter Beobachtung», sagte er. Die Bank habe ihm Stalker auf den Hals gehetzt. «Das war Psychoterror». Auch was die Veröffentlichung geheimer Bankdaten betrifft, war Elmer geständig. Der ehemalige Geschäftsleiter der Bankfiliale auf den Cayman Islands hatte geheime Kundendaten an Steuerbehörden und die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben. Elmer sieht sich selber als Whistleblower, der Missbräuche im Offhore-Geschäft aufdecken wollte. Andere Drohungen, die in der Anklageschrift aufgelistet sind, würden aber nicht von ihm stammen, sagte er. So etwa die Bombendrohung an die Julius-Bär-Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse. Die Staatsanwaltschaft wirft Elmer vor, seinen ehemaligen Arbeitgeber bedroht und das Bankgeheimnis mehrmals verletzt zu haben. Dafür fordert sie eine bedingte Freiheitsstrafe von acht Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem soll Elmer eine Busse von 2000 Franken bezahlen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch