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EU-Sondersitzung über Irland-Hilfe

Brüssel Eine Finanzhilfe für Irland in Höhe von vermutlich 85 Milliarden Euro soll heute (Sonntag) von den EU- Finanzministern bei einer Sondersitzung in Brüssel genehmigt werden.

Bei dem Treffen wird über den genauen Umfang und über Details der Hilfe aus dem 750 Milliarden Euro schweren EU-Rettungsfonds entschieden. Die Minister waren am Samstagabend zu der Sondersitzung geladen worden, nachdem der ursprüngliche Plan einer Telefonkonferenz unter anderem in Frankreich und Deutschland auf Widerstand gestossen war. Irland ist das erste Land, das das unter den im Mai von der EU aufgespannten Rettungsschirm schlüpfen wird. Für Griechenland hatte es zuvor eine Sonderlösung gegeben. Die Verhandlungen über das Hilfspaket für Irland werden weltweit mit Spannung verfolgt. Befürchtet wird, dass auch weitere EU-Staaten wie Portugal oder gar Spanien finanzielle Hilfe benötigen könnten. Irland hatte nach langem Hin und Her den Antrag auf EU-Hilfe gestellt. Mit einem drastischen Sparkurs stemmt sich das Land gegen den finanziellen und politischen Abgrund. Die Regierung steht unter massivem Druck. Am Samstag gingen Zehntausende Iren auf die Strasse, um gegen die Kürzungsprogramm zu demonstrieren. Ministerpräsident Brian Cowen setzte für Januar Neuwahlen an. An seinem Amt hält er jedoch trotz Forderungen nach einem Rücktritt fest.

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