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Euro-Geschäfte von PostFinance-Mitarbeitern zulasten der Firma Angestellte nutzen bei Festlegung der Kursuntergrenze IT-Panne aus

Eine IT-Panne hat Mitarbeitern der Post-Tochter PostFinance gewinnbringende Euro-Geschäfte ermöglicht.

Weil am Tag der Festsetzung der Kursuntergrenze von 1,20 Fr. durch die Nationalbank der Kurs nicht sofort angepasst wurde, strichen sie zulasten der eigenen Firma Währungsgewinne ein. Am 6. September hätten «einige» Mitarbeiter auf eigene Rechung Euros gekauft und wieder verkauft, sagte PostFinance-Sprecher Peter Josty am Montag der Nachrichtenagentur sda und bestätigte damit Teile eines Berichts der Zeitung «Sonntag». Es seien Mitarbeiter gewesen, die vom IT-Problem gewusst und dieses ausgenutzt hätten. Als die Schweizerische Nationalbank die Kursuntergrenze für den Wechselkurs Euro-Franken festlegte, schoss das Umtauschverhältnis innerhalb von etwa einer Stunde von 1,12 Fr. für einen Euro auf 1,21 Franken. Auch an den Geldautomaten der PostFinance konnten Kunden noch für kurze Zeit günstiger Euro beziehen. Das Vorgehen der PostFinance-Mitarbeiter schädigte die PostFinance, war aber nicht illegal. Die Post-Tochter, die derzeit noch nicht über eine Banklizenz verfügt, habe aber das Gespräch mit den Mitarbeitern gesucht. Dabei seien diese aufgefordert worden, ihre Währungsgewinn an die PostFinance zurückzuzahlen, sagte Josty. «Wir können die Mitarbeiter dazu nicht zwingen», sagte der Sprecher. Er gehe davon aus, dass Geld zurück an das Unternehmen geflossen sei. Entgegen den Berichten des «Sonntags» habe die Firma wegen des Vorkommnisses keine Mitarbeiter entlassen, sagte Josty weiter.

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