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EU-Kommission will Ausgabe weiterer CO2-Zertifikate verzögern

Brüssel Die EU-Kommission will dem Preisverfall im Emissionshandel Einhalt gebieten und die Ausgabe weiterer CO2- Zertifikate verzögern.

In den ersten drei Jahren der nächsten Handelsphase von 2013 bis 2020 sollten 900 Millionen Zertifikate aus dem «übersättigten Markt» genommen werden. Dies schlug Klimakommissarin Connie Hedegaard am Mittwoch in Brüssel vor. Gegen Ende der Periode würden die Verschmutzungsrechte dann wieder ins System zurückgegeben. Die Mitgliedstaaten und das EU-Parlament müssen nun über den Vorschlag beraten. Noch vor Ende dieses Jahres sollten alle Marktteilnehmer Klarheit über die künftigen Regeln haben, forderte Hedegaard. Nicht zuletzt infolge der Wirtschaftskrise und der gesunkenen Produktivität ist der Preis der Zertifikate seit deren Einführung drastisch gesunken: Statt der ursprünglich anvisierten 30 Euro rangiert der Preis für den Ausstoss einer Tonne Kohlendioxid inzwischen bei sieben bis acht Euro. Zwar will die Kommission an der Gesamtmenge der Zertifikate vorerst nichts ändern und durch die Verzögerung lediglich zu einer Preisstabilisierung beitragen, indem sie das momentane Nachfragetief in der Hoffnung auf künftige Besserung zeitlich umschifft. Allerdings schlug Hedegaard darüber hinaus sechs Varianten für eine grundlegende Reform des Emissionshandels vor, darunter eine dauerhafte Verminderung der Zertifikate im Markt, um mehr Anreize für klimafreundliche Produktion zu schaffen.

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