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EU schliesst Regulierung von Hedge-Fonds ab SFA begrüsst Entscheid

Brüssel Manager von Hedgefonds und Beteiligungsfirmen müssen sich in der EU stärker von der Finanzaufsicht in die Karten schauen lassen.

Das Europäische Parlament gab am Donnerstag grünes Licht für die umstrittene Richtlinie zur Überwachung der spekulativen Finanzanlagen. Die Finanzinvestoren müssen sich ab 2013 erstmals nach einheitlichen europäischen Standards registrieren und kontrollieren lassen. Sie müssen ihre Strategien und die damit verbundenen Risiken offenlegen. Ausserdem werden die Fondsmanager verpflichtet, für jeden einzelnen Fonds Obergrenzen für die Aufnahme von Fremdkapital festzusetzen. Die Einhaltung der Obergrenzen wird von den nationalen Aufsichtsbehörden überwacht. Die von den EU-Staaten gesammelten Daten müssen an den neuen Risikorat bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und die neue EU- Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA in Paris weitergeleitet werden. Wenn die nationalen oder europäischen Aufsichtsbehörden bei einem Fonds systemische Risiken ausmachen, können sie eingreifen - beispielsweise können sie dem Fonds eine geringere Verschuldung vorschreiben. Die Fondsmanager sollen ab 2013 einen Pass erhalten, der ihnen eine EU-weite Tätigkeit ermöglicht. Bisher muss ein Hedgefonds eine Zulassung in jedem Mitgliedstaat beantragen. Die Vorschriften gelten auch für Fonds mit Sitz im Ausland, sofern diese in der EU tätig sind. Sie können ab 2015 entweder einen europäischen Pass beantragen oder sich national in den EU-Staaten registrieren lassen. Ab 2018 wird es nur noch die Zulassung per EU-Pass geben, was Wettbewerbsverzerrungen vermeiden helfen soll. Konsequenzen aus der Heuschrecken-Debatte Mit der Neuregelung zieht die EU die Konsequenzen aus der «Heuschrecken»-Debatte über agressive Fonds, die Unternehmen angreifen und Arbeitsplätze gefährden. Auch hat die EU damit einen weiteren Meilenstein des Planes der 20 führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) geschafft, als Lehre aus der Finanzkrise künftig die Märkte lückenlos zu überwachen. Die Branchenorganisation der Schweizer Fonds- und Asset- Management-Wirtschaft, die Swiss Funds Association SFA, begrüsst den Entscheid, obwohl noch zahlreiche unbestimmte Gesetzesbegriffe in den kommenden Monaten konkretisiert werden müssten, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

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