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Ehemaliger Schweizer Banker am Dienstag in Miami vor Gericht

Miami/Zürich Vor einem Gericht in Miami im US- Bundesstaat Florida soll am Dienstag der Prozess gegen einen zuerst bei UBS und später bei Credit Suisse beschäftigten Vermögensverwalter beginnen.

Die amerikanischen Behörden werfen Christos Bagios vor, in seiner Zeit bei UBS bis 2008 etwa 150 reichen Amerikanern bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben. Er wurde im Januar 2011 festgenommen und steht mit elektronischen Fussfesseln in Miami praktisch unter Hausarrest. Als er in New York verhaftet wurde, war er bei Credit Suisse angestellt. Der aus Griechenland stammende Bagios plädierte bisher auf nicht schuldig. Beobachter erwarten, dass er seine Position wechselt, mit den Behörden kooperiert und sich für schuldig erklärt, reichen Amerikanern Dienstleistungen vermittelt zu haben, mit denen diese ihre Steuerpflichten umgehen konnten. Das könnte nach Ansicht von Anwälten den US-Justiz- und Steuerbehörden neue Munition gegen die elf Schweizer Banken in die Hand geben, die die Amerikaner in Verdacht haben, Beihilfe zu Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Anwälte von Bagios lehnten einen Kommentar dazu ab. Die prominenteste der elf Banken ist Credit Suisse, gegen die seit mehr als einem Jahr eine Untersuchung läuft. Im Visier stehen auch Bank Bär, die Kantonalbanken von Zürich und Basel sowie HSBC Holdings und drei israelische Institute.

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