Zum Hauptinhalt springen

Diese US-Produkte stehen auf der EU-Liste

Whiskey, Jeans und Motorräder – die EU könnte amerikanische Produkte im Wert von 3,3 Milliarden Franken mit Strafzöllen belegen. Eine Übersicht.

Wenn die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Japan und Kanada am Freitag in einem Luxushotel im kanadischen La Malbaie (Bild) mit Trump zusammenkommen...
Wenn die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Japan und Kanada am Freitag in einem Luxushotel im kanadischen La Malbaie (Bild) mit Trump zusammenkommen...
Alice Chiche, AFP
...türmt sich vor ihnen ein Scherbenhaufen auf, der die Gemeinsamkeiten dahinter kaum noch erkennen lässt. In La Malbaie werden Sicherheitskameras installiert.
...türmt sich vor ihnen ein Scherbenhaufen auf, der die Gemeinsamkeiten dahinter kaum noch erkennen lässt. In La Malbaie werden Sicherheitskameras installiert.
Alice Chiche, AFP
Laut Jean-Claude Juncker lässt sich die EU Trumps Vorgehen nicht bieten. (1. März 2018)
Laut Jean-Claude Juncker lässt sich die EU Trumps Vorgehen nicht bieten. (1. März 2018)
Vassil Donev/EPA, Keystone
1 / 10

Die EU hat eine umfassende Liste mit US-Waren erstellt, die sie bei Strafzöllen Washingtons auf Stahl und Aluminium aus Europa ihrerseits mit Aufschlägen belegen könnte. Nach dem Dokument, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, beläuft sich der Gesamtwert der betroffenen Produkte auf 2,83 Milliarden Euro.

Eine Übersicht:

Eisen und Stahl (853,8 Millionen Euro) Die EU listet mehr als hundert Kategorien von Stahl auf, die mit Strafzöllen belegt werden könnten. Dazu gehören Grundprodukte wie Walzstahl, Stangen und Barren. Auch Ketten, Draht und Kanister führt die EU auf. Hinzu kommt eine Reihe weiterverabeiteter Waren: Heizlüfter, Ventilatoren, Spülbecken und Leitern. Auch «Geräte zum Backen, Braten, Grillen und Kochen» finden sich. Sie alleine machen schon rund 40 Millionen Euro aus.

Textilien (88,3 Millionen Euro) Aufgeführt werden T-Shirts, Westen sowie Hosen und Shorts, worunter auch Jeans fallen. Darüber hinaus finden sich auch Baumwollbettwäsche sowie Männerschuhe auf der EU-Liste.

Industriegüter (937,3 Millionen Euro) Die EU hat hier stark die Kosmetikindustrie im Fokus. Ihre Waren stehen mit rund 460 Millionen Euro für die Hälfte in dieser Kategorie. Betroffen wären Lippenstifte, Augen-Make-up, Präparate für Maniküre oder Pediküre und Hautpflegeprodukte. Motorräder wie die von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker genannten Maschinen von Harley-Davidson schlagen mit 152 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kommen noch Segel-, Ruder- und Motorboote.

Landwirtschaftliche Produkte (346,9 Millionen Euro) Aufschläge droht die EU hier auf getrocknete Kidneybohnen, Mais und Reis an. Auch Orangen- oder Beerensaft sind aufgeführt.

Verarbeitete landwirtschaftliche Produkte (604,1 Millionen Euro) Hierzu zählt die EU Zuckermais, vorgekochter Reis und Erdnussbutter. Hinzu kommen auch Zigaretten und Zigarren sowie Kautabak. Mit Abstand grösster Posten ist Whiskey mit einem Gesamtwert von gut 565 Millionen Euro. Dies wäre fast ein Fünftel aller angedrohten Strafzölle.

SDA/oli

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch