Zum Hauptinhalt springen

Die Bank EEK schwimmt im Geld

55 Millionen Franken an Kundengeldern sind der Bank EEK im Jahr 2016 ­zugeflossen. Die Bank musste dadurch mehr Geld bei der Nationalbank ­parkieren.

Im vergangenen Jahr haben Kunden der Bank EEK zusätzlich rund 55 Millionen Franken anvertraut.
Im vergangenen Jahr haben Kunden der Bank EEK zusätzlich rund 55 Millionen Franken anvertraut.
Walter Pfäffli

Viele europäische Banken sind knapp bei Kasse. Ein Problem, das die Stadtberner Bank EEK nicht kennt. Im Gegenteil: Die Bank hat Geld im Überfluss. Auch im vergangenen Jahr haben die Kunden 55 Millionen Franken zusätzlich der Bank anvertraut.

Dies entspricht einem Wachstum von rund 6 Prozent.Der Zufluss hat stark mit dem Negativzinsumfeld zu tun. Ver­fügen beispielsweise reiche Kunden von Privatbanken über hohe liquide Mittel, belasten diese ­ihnen einen Negativzins von bis zu einem Prozent.

Einige solcher Kunden wollten nun im vergangenen Jahr ihre flüssigen Mittel bei der Bank EEK anlegen. «Doch da sind wir zurückhaltend», sagte EEK-Chef Daniel Pfanner am Mittwoch bei der Präsentation der ­Jahreszahlen. Die Bank nehme diese Gelder nur an, wenn der Kunde einen Teil seines Wertschriftendepots zur Bank EEK transferiere. Auf diesem kann die Bank die Depotgebühr kassieren.

Ein weiterer Grund für die Zunahme der Kundengelder hat mit den Obligationen zu tun: «Läuft eine Obligation aus, erneuern viele Kunden diese nicht, ­sondern lassen das Geld auf dem Konto», so Pfanner. Dies, weil neu gezeichnete Obligationen oft eine Negativrendite ergeben.

Mehr Hypotheken

Einen Teil der zugeflossenen neuen Spargelder konnte die Bank ertragsbringend verwenden: Ihr Hypothekarportefeuille erhöhte sich um 42 Millionen Franken, was einer Zunahme von 3,3 Prozent entspricht. Die Wachstumsrate hat sich damit fast halbiert. «Wir stellen fest, dass die Preisentwicklung bei selbst bewohntem Eigentum abflacht», erklärte Pfanner. Weiterhin hohe Preise würde indes bei Renditeliegenschaften bezahlt. So komme es vor, dass die Bank nur die Hälfte des Kaufpreises für die Berechnung der Hypothek berücksichtigen könne. Den Rest muss der Käufer mit Eigen­mitteln finanzieren.

Unter dem Strich nahmen die flüssigen Mittel der Bank um 29 Millionen auf 169 Millionen Franken zu. Den grössten Teil ­davon hat die Bank bei der Nationalbank deponiert.

Goldvreneli für Mitarbeiter

Die EEK-Gruppe ist eine Genossenschaft, die den Gewinn in die Reserven steckt. Die ­Gewinn­reserven stiegen erstmals auf über 200 Millionen an. Die Eigenkapitalquote liegt bei komfortablen 18 Prozent. Vor ­allem deshalb belegte die Bank EEK im Bankenranking der Hochschule Luzern vom vergangenen Herbst Platz eins: «Das war das Highlight des Jahres», sagt Bankpräsident Manuel Ruchti. Alle Mitarbeiter erhielten als Anerkennung ein Goldvreneli.

(sny)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch