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Die Ära Thiam und der Sturz der CS-Aktie

In knapp 5 Jahren sanierte Tidjane Thiam die Credit Suisse. Doch an der Börse hatte er keinen Erfolg – im Gegenteil.

Yannick Wiget, Patrick Vögeli
Konnte den CS-Aktienkurs nie stabilisieren: Der abtretende Bankchef Tidjane Thiam. Foto: Keystone
Konnte den CS-Aktienkurs nie stabilisieren: Der abtretende Bankchef Tidjane Thiam. Foto: Keystone

4 Jahre und 7 Monate lang war Tidjane Thiam Chef der Credit Suisse. In dieser Zeit dampfte er das riskante Investmentbanking ein und setzte stärker auf die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden. Ausserdem machte er die CS mit zwei milliardenschweren Kapitalerhöhungen krisenfester. Doch ein Bankchef wird auch immer am Aktienkurs gemessen – und dieser verlor im Verlauf seiner Amtszeit fast die Hälfte an Wert. Wir zeigen, warum.

Die Rückschau auf die letzten knapp 5 Jahre zeigt, dass der Aktienkurs der Credit Suisse zum einen durch die interne Restrukturierung beeinflusst wurde, zum anderen aber auch stark von internationalen Entwicklungen und der Geldpolitik geprägt war. Marktturbulenzen, Grossabschreiber und Milliardenbussen schlugen auf den Gewinn. So konnte Thiam gewisse Anfangsversprechen nicht einlösen und den Aktienkurs nie stabilisieren.

Zum Verhängnis wurde ihm aber die Beschattungsaffäre, die seinen guten Ruf untergrub. Aus Sicht von Experten ist Thiams Leistungsausweis als Restrukturierer unbestritten. Er hat seit seinem Antritt 2015 die CS saniert. Offen bleibt, ob er die Bank auch langfristig auf einen Wachstumskurs hätte bringen können.

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