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Deutsche Regierung sieht hohe Risiken für deutsche Wirtschaft

Berlin Die deutsche Regierung befürchtet einen konjunkturellen Rückschlag ob der Dauerkrise in Europa.

Die weiteren Aussichten für die deutsche Wirtschaft blieben erst einmal verhalten und sind mit erheblichen Risiken behaftet, schrieb das Wirtschaftsministerium am Freitag in seinem Monatsbericht. «Vor allem die Schuldenkrise in einigen Ländern des Euroraums wirkt erneut belastend, schürt Verunsicherung und führt zu Zurückhaltung in der Wirtschaft.» Hoffnungen auf eine rasche Belebung der Weltkonjunktur hätten sich zudem als verfrüht erwiesen. «Die Erholungstendenz der Weltwirtschaft bleibt fragil», hiess es. Für das zweite Quartal rechnet das Ministerium noch mit einem kleinen Wachstum. Das Bruttoinlandprodukt dürfte «moderat» zugelegt haben. Ökonomen rechnen im Schnitt mit einem Wachstum von 0,2 Prozent, wobei die Schätzungen von plus 0,4 bis minus 0,2 Prozent reichen. Zu Jahresbeginn gab es noch einen Anstieg um 0,5 Prozent. Eine erste Schätzung veröffentlicht das Statistische Bundesamt am Dienstag, genau so wie seine vorläufigen Zahlen für das Wachstum im zweiten Quartal vor. Verglichen mit anderen Euro-Länder stünde der wichtigste Handelspartner der Schweiz damit noch gut da. In Italien brach das Bruttoinlandprodukt um 0,7 Prozent ein, in Belgien um 0,6 Prozent und in Spanien um 0,4 Prozent. Für die gesamte Euro-Zone wird ein Minus von 0,2 Prozent erwartet. Experten gehen davon aus, dass sich Deutschland davon nicht lange abkoppeln kann und im Sommer ebenfalls den Rückwärtsgang einlegt. Wachstumsimpulse dürften vom Konsum kommen. «Die Zunahme der Beschäftigung und die vergleichsweise kräftigen Lohnerhöhungen schaffen weiterhin günstige Einkommens- und Konsumperspektiven als Voraussetzung für eine robuste binnenwirtschaftliche Nachfrage», betonte das Ministerium. Entlastung kommt auch von der Preisfront: Die Inflationsrate verharrte im Juli mit 1,7 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit Ende 2010.

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