Zum Hauptinhalt springen

Deutsche Konsumenten haften mit für Risiken von Offshore-Energie

Berlin Deutsche Privathaushalte sollen künftig eine zusätzliche Umlage zahlen, um für die Risiken von Meeres-Windparks zu haften.

Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bezeichnete die Kabinettsentscheidung als «absoluten Durchbruch» und «grossen Erfolg auch für die Umsetzung der Energiewende». «Damit ist der Weg frei für Milliardeninvestitionen im Bereich der Offshore-Windindustrie», sagte er in Berlin. Umweltminister Peter Altmaier (CDU) nannte die Regelung «ein klares Signal, dass alle in der Bundesregierung den Erfolg der Energiewende wollen». Die Haftungsregelung soll Betreiber von Offshore-Windparks gegen Risiken absichern, wenn die Anlagen zum Beispiel wegen Verzögerungen beim Netzanschluss keinen Strom liefern können. Die Bundesregierung will damit eine Blockade beim Ausbau von Netzen und Windparks auf hoher See beenden. Die Umlage für die Haftung von Offshore-Risiken soll höchstens 0,25 Cent je verbrauchter Kilowattstunde (kWh) Strom betragen, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» unter Berufung auf den Entwurf berichtete. Für einen dreiköpfigen Haushalt bedeute die neue Offshore-Umlage bei einem Jahresverbrauch von 3500 kWh Mehrkosten von 8,75 Euro pro Jahr. Der Gesetzentwurf legt fest, welche Schäden auf den Konsumenten umgelegt werden dürfen und für welche Vermögensschäden beim Windparkbetreiber der Netzbetreiber haften muss. Je höher der Schaden, desto geringer wird der prozentuale Selbstbehalt des Netzbetreibers, der auf 100 Milliarden Euro beschränkt ist.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch