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Deutsche Bank bestätigt Ermittlungen wegen Libor-Manipulation

Frankfurt Gegen die Deutsche Bank wird wegen Manipulationen von Interbanken-Zinssätzen ermittelt.

Das grösste deutsche Geldhaus bestätigte im Geschäftsbericht am Dienstag Anfragen und Vorladungen mehrerer Behörden aus den USA und aus Europa in der Sache. Unter den Behörden sind die US-Marktaufsicht SEC, das US- Justizministerium und die EU-Kommission. Mögliche illegale Absprachen des Libor- und des Euribor-Zinssatzes durch grosse Banken sind seit dem vergangenen Jahr weltweit Gegenstand von Ermittlungen. Bei einer Razzia der EU-Kommission war im Herbst auch die Deutsche Bank in London durchsucht worden. «Die Deutsche Bank kooperiert mit den Behörden hinsichtlich dieser Untersuchungen», hiess es im Geschäftsbericht. Neben den Strafverfahren hätten angeblich Geschädigte eine ganze Reihe von zivilrechtlichen Einzel- und Sammelklagen in den USA gegen die Bank eingereicht. Sie hätten mit Derivaten gehandelt, die auf dem - angeblich manipulierten - Libor beruhten. Die Verfahren seien aber noch in einem frühen Stadium, betonte die Bank. Insgesamt hat die Deutsche Bank im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro für Rechtsstreitigkeiten und andere Risiken im operativen Geschäft zurückgestellt. Rückstellungen darf sie aber nur bilden, wenn die Bank es für genügend wahrscheinlich hält, dass ihre Streitgegner Recht bekommen. Verfahren, in denen die Deutsche Bank nicht mit einer Niederlage rechnet, könnten sie weitere 2,2 Milliarden Euro kosten. Ein 800 Millionen Euro schwerer Vergleich in dem zehn Jahre schwelenden Streit um den Zusammenbruch des Medien- Konzerns von Leo Kirch war Anfang des Monats gescheitert.

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