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Das Internet ist beim Reisen oft die erste Adresse Für Schweizer Hotels wird der Internet-Absatz immer wichtiger Hintergrund

Wenn einer eine Reise tut, so surft er erst im Internet.

Dies ist für Schweizer Ferienhungrige schon fast die Regel. Aber auch Touristen aus dem Ausland buchen Eiger, Mönch, Jungfrau und Co. immer mehr direkt oder im Netz. Was den Anbietern von Reisen ins Ausland recht ist, ist den Schweizer Touristikern billig. Wo vor Jahren noch Japanerinnen und Japaner ihrem Reiseführer folgten, rüstet die Branche für Individualtouristen auf. Besonders junge Asiaten nämlich sind vermehrt des Englischen mächtig und schlagen sich deshalb in Europa selber durch. Jüngstes Beispiel für die Pflege des Individualtourismus ist die Internet-Offensive der Jungfrauregion - einem klassischen Anziehungspunkt für Gäste aus Fernost. Die Jungfraubahnen nahmen eine Internetplattform in Betrieb, auf der sich vom Skipass über Unterkunft oder Pauschalarrangement bis zur Skischule alles buchen lässt. Nach Eigenbeschrieb ist sie die vielseitigste Buchungsplattform der Branche in der Schweiz. Dazu arbeiten die Bahnen mit allen Akteuren der Region zusammen. Wieweit dabei je nach Nachfrage tagesaktuell ausgestaltete Preise ins Angebot kommen, blieb bei einer Präsentation offen. Hotels notgedrungen auf Reiseplattformen Die Hotelliers im Land setzen auch vermehrt aufs Internet. Sie steigerten ihren Umsatz auf diesem Kanal ansehnlich, wie ihr Verband hotelleriesuisse in einer Studie aufzeigt. Online setzten sie 2009 geschätzte 800 Mio. Fr. um. Der Gesamtumsatz der Hotels für das untersuchte Jahr ist mangels statistischer Daten unbekannt. Allein der Verkauf über Reiseportale verdoppelte sich zwischen 2008 und 2009 von 5,7 auf 10,6 Prozent 2009 - notgedrungen. Die Krise dürfte 2009 manchen Hotelmanager auf diesen Absatzkanal gestossen haben, weil er drohende Verluste bei den Logiernächten abwenden wollte, schreiben die Studienverfasser. Trotz Zuwachs auf den Reiseportalen blieben direkte Buchungskanäle wie Telefon, Fax, E-Mail oder Buchung auf der eigenen Website am wichtigsten. Sie machten weiterhin knapp drei Viertel aller Buchungen aus. 26 Prozent der befragten 2300 Hotels hatten ein Echtzeitbuchungssystem. Nur gerade 4,4 Prozent der Buchungen kamen aber über diesen Kanal. Eigene Channel Manager für mehrere Vertriebskanäle leisteten sich 18 Prozent der Betriebe. Fast 80 Prozent von ihnen wandten wöchentlich weniger als 5 Stunden zur Pflege der Online-Kanäle auf. Das lässt nicht vermuten, dass viele Hotels mit tagesaktuellen Preisen operieren - wie dies im Ausland gang und gäbe ist. Mehr Direktbuchungen im Schweizer Tourismus Dass immer mehr Reisende direkt in der Schweiz buchen und sich den Weg ins Reisebüro sparen, beobachtet Veronique Canel, Sprecherin bei Schweiz Tourismus. Dabei gilt die Faustregel: Je weiter entfernt das Herkunftsland, desto eher buchen Touristen über einen Tour Operator. Bei den Gästen aus Fernost stellt sie fest, dass Chinesen und Inder oft mit Reiseanbietern anreisen, Japaner hingegen immer mehr auf eigene Faust kommen. Die europäischen Nachbarn buchen ihre Ferien in der Schweiz schon längst direkt, allen voran die Franzosen mit einem Anteil von 90 Prozent. Notiz an die Redaktion: folgt Extra

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