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Glattzentrum-Verkauf: Die Pläne der Migros

Die Detailhändlerin stösst das erfolgreichste Shoppingcenter der Schweiz ab – es hat sich in den letzten Jahren stark verändert.

Karin Kofler und Maren Meyer

Der Ausverkauf beim Migros-Genossenschaftsbund (MGB) geht weiter: Die Migros stellt das umsatzstärkste Shoppingcenter der Schweiz, das Glattzentrum im zürcherischen Wallisellen, zum Verkauf. Das verkündet der Detailhändler in einer Mitteilung. Der Grund: Man wolle sich auf das Kerngeschäft fokussieren – die Immobilien gehörten nicht dazu. Wie die Migros bereits im Juni mitteilte, solle vermehrt ins Convenience-Geschäft mit Migrolino-Filialen und Restaurationsbetrieben sowie in digitale Vertriebskanäle und den Gesundheitsbereich investiert werden.

Der Verkauf des Glatt ist indes ein strategisches Signal. «Es ist schon sehr erstaunlich, dass die Migros ihre Perle unter den Shoppingcenter verkauft», sagt Marcel Stoffel, Gründer und Chef des Swiss Council of Shopping Places. Er war selbst jahrelang Direktor des Glatt. Dieses habe sich in den letzten Jahren stark verändert. «Noch bis vor wenigen Jahren belegte die Migros mit ihren eigenen Retail-Formaten mehr als die Hälfte der Fläche. Dies hat sich durch Verkauf oder Schliessung der verschiedenen Unternehmen wie Office World, Herren Globus, Schild, Depot und Interio massiv verändert. Demzufolge sinken auch die Synergien.» Wenn nun in den nächsten Tagen oder Wochen auch noch Globus verkauft wird, ändert sich die Ausgangslage erneut, denn Globus ist ein wichtiger Teil der im Glatt verbliebenen Migros-Konzepte.

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