Starker Franken – diese Firmen senken jetzt ihre Preise

Um dem Einkaufstourismus vorzubeugen, handeln Anbieter: Sie bieten ihre Ware billiger an – teilweise ab sofort.

Die Unternehmen handeln: Eine Frau bringt Rabattschilder in einem Schaufenster an der Bahnhofstrasse in Zürich an. (27. Dezember 2014)

Die Unternehmen handeln: Eine Frau bringt Rabattschilder in einem Schaufenster an der Bahnhofstrasse in Zürich an. (27. Dezember 2014)

(Bild: Keystone)

Kaum hat die Nationalbank den Mindestkurs von 1.20 Franken aufgehoben, senken gemäss Recherchen der «Schweiz am Sonntag» die ersten Anbieter von Importwaren ihre Preise. In den Schaufenstern der Kleiderkette Esprit hingen am Samstag Schilder mit der Aufschrift «Heute –15% Euro-Rabatt auf alles.» Bei Tally Weijl gibt es spätestens ab Mittwoch einen währungsbedingten Sonderrabatt von 15 Prozent. Möbel Pfister verbilligt bereits seit Freitag alle Möbel, die aus dem Euroraum stammen.

Migros und Coop kündigen an, dass ab morgen Montag die Früchte und Gemüse billiger werden. Auch andere Produkte, die sie in Euro einkaufen, werden günstiger, etwa Weine, Importbier, Konserven oder Babynahrung. Bei Globus starten erste Verhandlungen mit den Lieferanten Anfang Woche.

Auch SBB zieht mit

Denner, Aldi, Mediamarkt und Interdiscount versprechen, bei allen Neubestellungen Druck auf die Lieferanten zu machen und die Währungsdifferenz unmittelbar an die Kunden weiterzugeben. Die rasche Reaktion ist bemerkenswert, denn bei der letzten markanten Frankenaufwertung vor dreieinhalb Jahren weigerten sich viele Importeure, den Währungsvorteil sofort an die Kunden weiterzugeben. Das heizte den Einkaufstourismus an.

Auch die Schweizerischen Bundesbahnen reagieren auf die massive Frankenaufwertung dieser Woche. Ab dem 1. Februar senken sie gemäss «Schweiz am Sonntag» die Billettpreise im internationalen Verkehr. Normalerweise gleichen die SBB die Kurse für Bahnreisen ins Ausland nur alle drei Monate an. Der ausserordentliche Schritt geschehe in Absprache mit den Partnerbahnen, sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig. Wie stark die Preise sinken, ist noch offen. Der bis heute gültige Umrechnungskurs der Billette liegt bei 1.23, der neue Kurs wird im Verlauf dieser Woche festgelegt.

rar

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