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Das droht, wenn man die Steuererklärung zu spät einreicht

Wer den Stichtag nicht einhalten kann, sollte die Frist rechtzeitig erstrecken lassen.

Es empfiehlt sich, diese Dokumente so schnell wie möglich abzuarbeiten – oder aber, die Frist zu erstrecken. Foto: Gaetan Bally (Keystone)
Es empfiehlt sich, diese Dokumente so schnell wie möglich abzuarbeiten – oder aber, die Frist zu erstrecken. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Für meisten Angestellten läuft derzeit die Frist zur Einreichung der Steuererklärung ab. In Zürich, Basel-Stadt und Baselland müssen die Steuerpflichtigen ihre Angaben offiziell bis 31. März abliefern, in Bern ist die Frist schon am 15. März abgelaufen. In der Regel ist es aber kein Problem, wenn die Frist nur knapp verpasst wird. Denn bis die Behörden Mahnungen verschicken, kann es je nach Wohnort noch einige Wochen dauern.

Besser ist aber, noch vor dem erwähnten Stichtag eine Verlängerung zu beantragen. Denn in Bern und Basel-Stadt wird allein schon mit der Mahnung eine Gebühr von 60 respektive 40 Franken in Rechnung gestellt. Im Kanton Baselland gibt es für säumige Steuerpflichtige auch noch eine zweite Mahnung. Wer es so weit kommen lässt, zahlt 50 Franken. Im Kanton Zürich kostet die Mahnung gemäss Auskunft des Steueramts nichts.

Am einfachsten lässt sich die Frist übers Internet per Mausklick verlängern. Das bieten die meisten Kantone und viele Zürcher Gemeinden an. Auch per Post gemeldete Verlängerungen sind möglich – der Kanton Basel-Stadt legt beispielsweise dafür den Steuerformularen gleich eine Antwortkarte bei.

Viele Verlängerungen

Die erste Fristerstreckung ist oft gratis und ziemlich beliebt. Besonders die Berner scheinen sich für die Steuererklärung viel Zeit zu nehmen. Über 642’000 natürliche Personen haben eine Steuererklärung für das Jahr 2019 erhalten. Für das Steuerjahr 2018 haben mehr als 410’000 eine Verlängerung beantragt. In Basel-Stadt waren es mehr als die ­Hälfte aller Steuerpflichtigen, in Baselland deutlich weniger. Für Zürich liegen keine Zahlen vor, da die Medienstelle des kantonalen Steueramts Anfragen unbeantwortet liess.

Häufig ist eine Verlängerung bis im September möglich. Für Bernerinnen und Berner über das kantonale Internetportal Tax Me online bis am 15. September. In der Stadt Zürich beispiels­weise bis 30. September. Auch in Basel-Stadt ist eine Verlängerung bis Ende September möglich, in Baselland hingegen nur bis zwei Monate nach der offiziellen Einreichungsfrist. Manche Kantone erlauben eine weitere Frist­erstreckung bis im November. Vereinzelt fallen geringfügige Gebühren an. In Bern etwa für einen telefonischen oder schriftlichen Antrag.

Schlecht ist, gar nicht auf Fristen oder Mahnungen zu reagieren. Wer keiner Aufforderung folgt, wird nach Ermessen veranlagt. Das bedeutet, dass die Behörde über Einkommen und Ausgaben Annahmen trifft und somit bestimmt, wie viel Steuern zu bezahlen sind. Dabei können auch Gebühren und Bussen anfallen. Im Kanton Basel-Stadt kommt es bei 7000 Personen oder gut fünf Prozent der Steuerpflichtigen dazu. In Baselland sind es mit 5800 Betroffenen gut drei Prozent. Im Kanton Bern sind es ebenfalls rund fünf Prozent, also etwa jeder zwanzigste Steuerpflichtige.

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