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Credit Suisse platziert weitere Coco-Bonds

Die Credit Suisse hat weitere Coco-Bonds im Umfang von zwei Milliarden Dollar am Markt platziert.

Die Emission folgt auf die am Montag angekündigte Platzierung von Coco-Bonds im Umfang von 6 Milliarden Franken. Damit will sich die Credit Suisse frühzeitig auf die künftigen Schweizer Kapitalanforderungen vorbereiten, wie die Grossbank am Donnerstagabend mitteilte. Es handelt sich dabei um bedingtes Wandlungskapital, das dem Pufferkapital angerechnet wird. Das Pufferkapital werde künftig für Schweizer Grossbanken unter den vorgeschlagenen Schweizer Kapitalanforderungen vorgeschrieben sein, schreibt die CS. «Es war immer unser erklärtes Ziel, uns frühzeitig auf die künftigen Schweizer Kapitalanforderungen auszurichten», wird CS- Konzernchef Brady Dougan in der Medienmitteilung zitiert. «Mit dieser Transaktion sind wir diesem Ziel einen weiteren Schritt näher gekommen.» Konkret handelte es sich bei der Transaktion um sogenannte «Tier 2 Buffer Capital Notes» mit einem Coupon von 7,875 Prozent. Coco- Bonds (Contingent Convertible Bonds) sind Unternehmensanleihen, die im Krisenfall zu Aktien werden. Sie werden automatisch in Aktien der Credit Suisse gewandelt, wenn die Eigenkapitalquote unter 7 Prozent sinken sollte. Neue Vorschriften Die Herausgabe von Coco-Bonds steht in Zusammenhang mit den vorgeschlagenen Eigenkapitalvorschriften, die als Folge der Finanzkrise und der milliardenschweren Staatshilfen für Banken erlassen werden dürften. Die schärferen Vorschriften sollen verhindern, dass der Staat mit Steuergeld volkswirtschaftlich relevante Finanzhäuser retten muss. Nach dem im Herbst 2010 vorgestellten künftigen Aufsichtsregime Basel III müssen Banken weltweit stärkere Reserven anlegen. Die Schweizer Grossbanken müssen bis 2019 noch weit höhere Anforderungen erfüllen, weil die Regulatoren hierzulande einen zusätzlichen «Swiss Finish» auf Basel III draufsatteln. Weitere Emission Die Credit Suisse Group hatte bereits am Montag eine Emission von Pflichtwandelanleihen im Wert von 6 Milliarden Franken angekündigt. Diese erfolgt im Rahmen einer Privatplatzierung bei zwei Investoren aus dem Nahen Osten. Mit dieser und der neuen Emission habe sie mehr als 70 Prozent des künftig erforderlichen bedingten Wandlungskapitals mit hohem Trigger aufgebracht, teilte die Grossbank mit. Die «Tier 2 Buffer Capital Notes» werden in Aktien der Credit Suisse Group gewandelt, sollte die ausgewiesene risikobasierte Kapitalquote der Grossbank am Ende eines Quartals unter 7 Prozent sinken. Die Credit Suisse Group habe eng mit der Finanzmarktaufsicht FINMA und der Schweizerischen Nationalbank zusammengearbeitet, um die Konditionen dieses bedingten Wandlungskapitals festzulegen, heisst es in der Mitteilung weiter.

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