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Chinesische Konjunkturdaten helfen Asiens Börsen kaum

Tokio Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag trotz positiver Daten zur Industrieproduktion in China ins Minus tendiert.

Immerhin verhalf der für Oktober gemeldete Anstieg des amtlichen Einkaufsmanagerindexes (PMI) auf 50,2 Punkte der Tokioter Leitbörse aus der Verlustzone. Ausserdem federte der Bericht an den meisten anderen Handelsplätzen den Trend nach unten ab. Die Zahlen aus Peking vermochten die Investoren aber nicht davon zu überzeugen, dass die unter einer Abschwächung des Wachstums leidende zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt die Talsohle durchschritten habe. Ein Tokioter Devisenhändler sagte, die Marktteilnehmer nähmen die Zahlen aus Peking nicht für bare Münze. Kurz vor einem Wechsel an der Spitze der kommunistischen Partei würde China kaum schlechte Zahlen dulden. Der Anstieg des offiziellen chinesischen PMI verhalf vor allem japanischen Bau- und Schiffbaufirmen, die im Geschäft mit China engagiert sind, zu Kursgewinnen. Sie konterten damit den Absturz der Panasonic-Aktie. Das Papier fiel um mehr als 19 Prozent, nachdem der Elektronikkonzern seine Prognose zurückgenommen hatte und nach milliardenschweren Firmenwert- Abschreibungen nun mit einem Verlust von rund 7,4 Milliarden Euro rechnet. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei mit 8947 Zählern aus dem Handel, was einer Zunahme um 0,2 Prozent entspricht. Der breiter gefasste Topix schloss mit 743 Stellen nahezu unverändert. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum ausserhalb Japans fiel um 0,3 Prozent. Auch von der Wall Street, die am Mittwoch nach zweitägiger Zwangspause wegen des Hurrikans «Sandy» wieder an den Handel ging, kamen kaum Impulse. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Schluss mit 13.096 Punkten 0,1 Prozent unter seinem Schlusskurs vom Freitag. Der breiter gefasste S&P-500-Index trat mit 1412 Zählern auf der Stelle. Der Technologie-Index Nasdaq gab 0,4 Prozent nach auf 2977 Punkte.

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