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Chemiekonzern Evonik erhält grünes Licht für Börsengang

Düsseldorf Der deutsche Chemiekonzern Evonik kann Kurs auf einen Börsengang nehmen.

Das Kuratorium der RAG-Stiftung habe sich hinter Pläne gestellt, den Sprung auf das Börsenparkett «zügig» innerhalb der nächsten 15 Monate vorzubereiten, teilte die RAG-Stiftung am Dienstag mit. Im Herbst soll dann entschieden werden, ob ein Börsengang sogar noch 2011 möglich sei. Ein Hintertürchen bleibt aber offen: Der Börsengang stehe unter dem Vorbehalt, dass er wegen möglicher Auswirkungen etwa steigender Rohstoffpreise oder Folgen der Reaktorkatastrophe in Japan auf die Wirtschaft «jederzeit angehalten» werden könne. Die Stiftung, unter deren Dach der subventionierte deutsche Steinkohlebergbau gebündelt ist, hält knapp 75 Prozent der Evonik- Anteile. Die übrigen Anteile hält der Finanzinvestor CVC. Evonik- Chef Klaus Engel hatte immer wieder betont, der Konzern sei für den Gang aufs Börsenparkett gerüstet. Dem Kuratorium der RAG-Stiftung gehören Vertreter des Bundes, der Länder und der Gewerkschaft IG BCE an. Das Initial Public Offering (IPO) von Evonik könnte Milliarden einbringen. CVC hatte 2008 für den Evonik-Anteil von 25,01 Prozent rund 2,4 Milliarden Euro gezahlt. Bei einem Börsengang würde der gesamte Konzern nun wohl mit deutlich mehr als zehn Milliarden Euro bewertet. Geklärt werden muss aber unter anderem auch noch, wie die Einnahmen aus einem Börsengang verteilt werden. Die IG BCE hatte angeregt, dass ein Teil auch Evonik zur Finanzierung weiteren Wachstums zufliessen könnte.

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