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Cambridge Analytica muss schliessen

Die britische Firma Cambridge Analytica beendet nach eigenen Angaben alle Tätigkeiten. Die Datenanalysefirma steht im Zentrum des Daten-Skandals um Facebook.

Hat laut der britischen Datenschutzbehörde die Daten nicht geschützt und gegen das Gesetz verstossen: Facebook. (Archivbild)
Hat laut der britischen Datenschutzbehörde die Daten nicht geschützt und gegen das Gesetz verstossen: Facebook. (Archivbild)
Matt Rourke, Keystone
Ermittlungen laufen: 18 Mitarbeiter der britischen Datenschutzbehörde ICO begannen am Freitagabend gegen 21 Uhr mit der Durchsuchung der Büros vom Cambridge Analytica im Zentrum von London. (23. März 2018)
Ermittlungen laufen: 18 Mitarbeiter der britischen Datenschutzbehörde ICO begannen am Freitagabend gegen 21 Uhr mit der Durchsuchung der Büros vom Cambridge Analytica im Zentrum von London. (23. März 2018)
Daniel Leal-Olivas, AFP
Cambridge Analytica steht im Zentrum des Skandals um den mutmasslichen Datenmissbrauch bei Facebook. Das Analyseunternehmen soll die Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern illegal für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und eingesetzt haben. (23. März 2018)
Cambridge Analytica steht im Zentrum des Skandals um den mutmasslichen Datenmissbrauch bei Facebook. Das Analyseunternehmen soll die Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern illegal für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und eingesetzt haben. (23. März 2018)
Daniel Leal-Olivas, AFP
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Cambridge Analytica, die Firma im Mittelpunkt des aktuellen Datenskandals um Facebook, schliesst. Cambridge Analytica und die britische Dachgesellschaft SCL Group hätten Insolvenz beantragt und stellten den Betrieb ein, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Auslöser sei, dass Kunden abgesprungen seien und zugleich die Anwaltskosten im Zuge der Ermittlungen zum Datenskandal in die Höhe gingen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen. Die Firma selbst sprach von einer «prekären finanziellen Lage».

Cambridge Analytica hatte von einem Cambridge-Professor Daten von Millionen Facebook-Nutzern erhalten, die er über eine Umfragen-App gesammelt hatte. Dabei hatten nur einige hunderttausend Nutzer an der Umfrage teilgenommen. Der Rest waren einige Informationen über ihre Facebook-Freunde, zu denen die App nach damaliger Funktionsweise des Online-Netzwerks auch Zugang hatte.

«Vertrauensbruch»

Facebook machte diese Schnittstellen bereits 2014 dicht und betont, dass die Weitergabe der Daten durch den Professor ein «Vertrauensbruch» gewesen sei. Dennoch stürzte der Fall auch Facebook in eine Krise und brachte das weltgrösste Online-Netzwerk unter anderem dazu, dem Zugang von Software-Entwicklern zu Nutzerninformationen einzuschränken.

Cambridge Analytica beurlaubte im Zuge des Skandals den Firmenchef Alexander Nix, nachdem er vor der versteckten Kamera eines Journalisten mit Methoden wie Erpressung geprahlt hatte. Nix sagte später zu seiner Verteidigung, er habe nur bei der Unterhaltung mitgespielt.

Wahlkampf für Trump

Die Firma hatte im Wahlkampf für die US-Präsidentenwahl für das Team von Donald Trump gearbeitet, behauptet aber, dabei seien keine Daten von Facebook verwendet worden. Manager von Cambridge Analytica liessen aber immer wieder durchblicken, dass ihre Hilfe bei der gezielten Ansprache von Wählern im Internet zur Wahl Trumps zum US-Präsidenten beigetragen habe.

Am Mittwoch bekräftigte Cambridge Analytica, dass das Unternehmen im Rahmen der Gesetze gehandelt habe und die Vorwürfe falsch seien. Das habe auch eine unabhängig Untersuchung bestätigt.

SDA/oli

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