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Bundesbank erwartet für 2012 deutlich schwächeres Wachstum

Berlin Die deutsche Wirtschaft droht 2012 nur halb so stark zu wachsen wie von der Bundesregierung erwartet.

Die Bundesbank hält in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes zwischen 0,5 und 1,0 Prozent für realistisch. Im schlimmsten Fall bliebe das Wachstum damit deutlich unter der Regierungsprognose von einem Prozent. «Die deutsche Wirtschaft dürfte in den kommenden Monaten in schwierigeres konjunkturelles Fahrwasser geraten», warnt die Bundesbank. «Die empfindliche Abkühlung vor allem der Auslandsnachfrage vermischt sich mit der Nervosität an den Finanzmärkten.» Im Juni war die Bundesbank noch von 1,8 Prozent ausgegangen. Ihre neue Prognose stellt sie im Dezember vor. Die Bundesbank geht allerdings davon aus, dass vor allem die binnenwirtschaftlichen Kräfte das Wachstum am Leben halten. Die Unternehmen hätten ihre Investitionsabsichten bisher kaum korrigiert, während die Kauflaune der Konsumenten noch gut sei. «Für den Arbeitsmarkt ist vor diesem Hintergrund keine wesentliche Veränderung zu erwarten», hiess es. Allerdings gebe es grosse Risiken. «So ist eine ausgeprägte Schwächephase nicht auszuschliessen, wenn sich die Staatsschuldenkrise in Europa spürbar verschärfen sollte.» Die externen Störeinflüsse dürften die kommenden Monate prägen. «Damit steigt auch das Risiko, dass die Binnenkonjunktur an Festigkeit einbüsst», befürchtet die Bundesbank.

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