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Bund warnt vor Einführung eines Pfands wegen illegaler PET-Exporte

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) fürchtet, dass die Recyclingquote von PET-Flaschen wegen nicht deklarierten Exporten unter das gesetzliche Minimum von 75 Prozent fallen könnten.

Unter diesem Wert droht ein Pfand auf PET-Flaschen. Im vergangenen Jahr lag die Rücklaufquote bei 80 Prozent. Unter den drei Materialien PET, Glas und Aludosen schneiden die Plastikflaschen damit am schlechtesten ab, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Bafu hervorgeht. Die höchste Rücklaufquote weist Glas mit 94 Prozent auf, Aludosen bringen es auf 91 Prozent. Gesamthaft wurden von 305'168 Tonnen der drei Verpackungsmaterialien 91 Prozent zurückgebracht, 2009 waren es noch 93 Prozent gewesen. Der Rückgang sei auf natürliche Schwankungen zurückzuführen und weise nicht auf einen langfristigen Trend hin, sagte Michael Hügi vom Bafu der Nachrichtenagentur sda. Sorgen bereiten dem Bafu dagegen die nicht deklarierten Exporte von PET-Flaschen. Diese machen laut dem Amt etwa 1 bis 3 Prozent der Gesamtmenge eines Jahres aus. Wegen der nicht bewilligten Exporte droht die Rücklaufquote auf unter 75 Prozent abzusinken. Unter dieser Marke kann der Bund ein Pfand auf PET-Flaschen einführen, was laut Bafu zu einer kompletten Reorganisation des Sammelsystems führen würde. Dass PET-Ausfuhren nicht oder falsch deklariert werden, sei in erster Linie auf die Nachlässigkeit der Exporteure zurückzuführen, erklärte Hügi. «Für den Export ist zwar eine Bewilligung des Bafu erforderlich. In der Regel ist das aber eine formale Angelegenheit.» Das Bafu appellierte in ihrem Communiqué an die Exporteure, ihrer Deklarationspflicht nachzukommen.

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