Zum Hauptinhalt springen

Börse gibt erneut nach

Die Schweizer Börse hat am Freitag erneut deutlich nachgegeben. Händler erklärten, schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA und der Euro-Zone nährten Befürchtungen, dass es zu einer Rezession kommen könnte.

Schweizer Börse gibt erneut nach Zürich (sda/reuters) Die Schweizer Börse hat am Freitag erneut deutlich nachgegeben. Händler erklärten, schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA und der Euro-Zone nährten Befürchtungen, dass es zu einer Rezession kommen könnte. Die deutlichsten Abgaben verzeichneten zyklische Titel sowie Banken. Der Standardwerte-Index SMI-Index verlor 1,53 Prozent auf 6976,59 Punkte. Damit unterschritt der SMI-Index die psychologisch wichtige 7000er-Marke. Bereits am Donnerstag war der Bluechip-Index 2,4 Prozent abgesackt, nachdem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ein trübes Konjunkturbild der Euro-Zone gemalt und auch von einer beängstigenden Inflationsentwicklung gesprochen hatte. Am Freitag kamen schwache US-Arbeitsmarktdaten hinzu. Der breite SPI ermässigte sich um 1,49 Prozent auf 5857,78 Punkte. Die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont büssten 4,6 Prozent auf 61,85 Fr. ein und waren damit die grössten Verlierer unter den Blue chips. Konkurrent Swatch verbilligte sich um 4,1 Prozent. Die Anleger befürchteten, dass die Konsumenten angesichts der schwächelnden Wirtschaft weniger für teure Uhren oder Schmuck ausgeben. Der Personaldienstleister Adeccolitt unter dem enttäuschen US-Arbeitsmarktbericht und verlor 3,6 Prozent. Die ABB- Aktien sackten 3,9 Prozent ab. Unter Verkaufsdruck standen auch die Finanztitel. «Die Banken reagieren weiterhin auf die negativen Aussagen der Europäischen Zentralbank», sagte ein Analyst. Die Notenbank hatte am Donnerstag trotz der sich abzeichnenden Konjunkturabschwächung zunächst keine Zinssenkung in Aussicht gestellt. Dazu kamen Sorgen um weitere Belastungen in Zusammenhang mit der US-Kreditkrise. JuliusBär verloren 4,2 Prozent. Die Aktien von UBS verbilligten sich um 3,6 Prozent. CS Group gingen 2,9 Prozent tiefer aus dem Handel. Nestlé gewinnt Einziger Standardwert mit Kursgewinnen war Nestlé. Die als defensiv eingestuften Aktien des Nahrungsmittelkonzerns rückten um 0,5 Prozent vor. Die Aktien der Pharmakonzerne Roche und Novartis hielten sich mit Abschlägen von rund einem halben Prozent ebenfalls besser als der Gesamtmarkt. Dem Spezialchemiekonzern Ciba SC verhalfen Übernahme-Spekulationen zu einem Kurssprung. Händler sprachen von Spekulationen, dass Saudi Basic Industries (Sabic) oder der Schweizer Konkurrent Clariant an Ciba SC interessiert sein könnte. Die Clariant-Aktien sanken 1,7 Prozent. Clariant hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass Hariolf Kottmann den bisherigen CEO Jan Secher ersetzt. Secher hatte die Restrukturierung bei dem mit Gegenwind kämpfenden Unternehmen wieder in Gang gebracht und war in der Analysten-Gemeinde beliebt. Am Markt wurde spekuliert, dass strategische Meinungsverschiedenheiten zwischen Secher und dem Verwaltungsratspräsidenten zum Abgang geführt haben könnten. Die Aktien des GPS-Empfänger-Herstellers u-blox sackten 7,6 Prozent ab. U-blox berichtete für das erste Halbjahr einen Gewinn von 3,7 Mio. Franken. Das ist gleich viel wie im Vorjahr und lag klar unter den Analystenerwartungen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch