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Bis 5.50 Franken für einen Kaffee

Der Café crème ist 2017 in der Deutschschweiz im Schnitt um einen Rappen teurer geworden. Die höchsten Preise zahlt man wie erwartet in der Stadt Zürich. Dort kostet ein Café crème durchschnittlich 4.42 Franken.

Beliebtes Getränk: Beim Kaffeekonsum nimmt die Schweiz einen Spitzenplatz ein.
Beliebtes Getränk: Beim Kaffeekonsum nimmt die Schweiz einen Spitzenplatz ein.
Stefan Anderegg

Bei Schweizerinnen und Schweizern steht der Café crème hoch im Kurs. Mehr als jeder dritte bestellte Kaffee in der Schweiz ist laut Cafetier Suisse ein Café crème. Der Schweizer Cafetier-Verband machte am Montag nicht nur Zahlen rund um das Genussmittel publik, sondern auch eine Zubereitungsempfehlung, die er der Schweizer Gastronomie zukommen liess. Verbindlich ist das Rezept für Wirte aber nicht.

Auch wenn die Qualität je nach Lokal unterschiedlich ist: Die Schweizer trinken gerne Kaffee. In der weltweiten Rangliste des Kaffeekonsums belegen sie laut Cafetier Suisse einen Platz weit vorne.

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Deutsche und Norweger greifen allerdings häufiger zur Kaffeetasse, wie die am Montag mitgeteilten Zahlen zeigen. So wurden im vergangenen Jahr in der Schweiz im Schnitt 1093 Tassen Kaffee pro Person getrunken, also knapp 3 Tassen pro Tag. In Deutschland waren es im vergangenen Jahr 1246 und in Norwegen 1275 Tassen pro Person. Die USA lagen mit 680 deutlich ­zurück.

Einen Rappen teurer

Für ihren Kaffee sind die Schweizer auch bereit, je nach Standort tief in die Tasche zu greifen. Im Jahr 2017 stieg der Durchschnittspreis für einen Café crème um einen Rappen und beträgt neu 4.24 Franken. Am teuersten ist das Getränk – wenig überraschend – in der Stadt Zürich.

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Am günstigsten ist die ­Kaffeepause im Kanton Bern, wo der Preis für eine Tasse erst in diesem Jahr die 4-Franken-Grenze knackte. Generell gibt es nach wie vor einen Stadt-Land-Graben.

Die Höhe des Preises sei die Entscheidung jedes einzelnen Betriebs, schreibt der Cafetier-Verband in seiner Mitteilung. Für die Preisgestaltung spielten Standort, Konzept und Konkurrenzsituation eine Rolle. Weil bei der Lohnentwicklung noch einiges unklar sei, ist Cafetier Suisse zurückhaltend mit einer Prognose für 2018. Man rechne mit einer «eher moderaten» Preisentwicklung, schreibt der Verband. In ländlichen Regionen könne ein Nachholbedarf bestehen.

Für 5.50 Franken etwas bieten

Für Hans-Peter Oettli ist der Preis aber ohnehin nicht ausschlaggebend: «Wenn das Rundherum stimmt und der Kaffee gut ist, zahlt der Gast gerne 20 Rappen mehr», sagte der Präsident von Cafetier Suisse am Montag vor den Medien.

Klar sei aber, dass Wirte mit einem Preis von 5.50 Franken mehr bieten müssten als jene mit 3.50 Franken. Damit sei besserer Kaffee gemeint, nicht mehr ­Guezli auf dem Unterteller. Für die Qualität ausschlaggebend sind laut Cafetier Suisse neben dem Kaffeeanbau die Ernte, die Röstung, der Mahlgrad sowie das Fachwissen des Barista.

(SDA)

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