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Beschwerden wegen Callcenter im Ausland haben sich verdoppelt

Haben Sie einen Sterneintrag im Telefonbuch und erhalten trotzdem lästige Werbeanrufe? Mit diesem Problem stehen Sie nicht alleine da.

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Die Anrufe sind häufig unerwünscht: Ein Mitarbeiter eines Callcenters bei der Arbeit. (Archivbild)
Die Anrufe sind häufig unerwünscht: Ein Mitarbeiter eines Callcenters bei der Arbeit. (Archivbild)
Keystone

Werbeanrufe trotz Sterneintrag im Telefonbuch sind verboten. Dennoch erhalten Tausende Personen in der Schweiz lästige Anrufe. Warum? Unseriöse Callcenter haben ihr Geschäft ins Ausland verlagert. Oftmals übernehmen sie illegal Schweizer Nummern, die in Betrieb sind. «Es ist heute einfacher, anonym und aus dem Versteck heraus zu agieren», sagt Cé­cile Thomi von der Stiftung für Konsumentenschutz zum «Blick».

Beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco gingen letztes Jahr 27'900 Beschwerden wegen Werbeanrufen trotz Sterneintrags ein – das ist gegenüber dem Vorjahr eine Verdoppelung. Diese Entwicklung ist nicht neu: Seit 2012 verdoppeln sich die Beschwerden von Jahr zu Jahr. «Die Tatsache, dass 2012 eine Gesetzesbestimmung gegen unerbetene Werbeanrufe geschaffen worden ist, hat eine Erwartungshaltung in der Bevölkerung geweckt, dagegen etwas tun zu können», sagt Seco-Sprecher Fabian Maienfisch zur Zeitung.

«Anrufe im Zusammenhang mit Terminvereinbarungen für einen Krankenkassenwechsel oder eine -beratung stehen zuoberst auf der Beschwerdeliste», sagt Maienfisch. Das Seco reichte 2015 28 Klagen wegen unerlaubter Werbeanrufe ein. Fünfmal mussten Firmen eine Busse zahlen.

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