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Berufungsgericht gewährt Saab Gläubigerschutz

Stockholm Der schwedische Autobauer Saab erhält nun doch den erhofften Gläubigerschutz.

Das Berufungsgericht im schwedischen Vänersborg zog am Mittwoch die Entscheidung aus erster Instanz zurück und erlaubte Saab eine umfassende Restrukturierung. Bei der ersten Gerichtsentscheidung hätten nicht genügend Informationen für eine Bewertung der Erfolgsaussichten einer Restrukturierung vorgelegen, teilte das Berufungsgericht mit. Saab habe nun drei Monate Zeit, um sich neu aufzustellen. Eine Verlängerung der Frist sei möglich. Vor zwei Wochen war ein Antrag des Eigentümers Swedish Automobile auf Gläubigerschutz in erster Instanz abgelehnt worden. Dagegen war das Unternehmen in Berufung gegangen. Saab hofft auf schnelle Überbrückungshilfen durch zwei chinesische Autounternehmen. Die Schulden belaufen sich nach Aussage von Geschäftsführer Victor Muller auf 150 Millionen Euro. Die Produktion im Stammwerk Trollhättan hat seit knapp einem halben Jahr stillgestanden. Im August konnte das Unternehmen keine Löhne und Gehälter für seine 3500 Beschäftigten überweisen. Anfang 2010 war Saab schon einmal vor dem Bankrott gerettet worden, als der niederländische Konzern Swedish Automobile das Unternehmen kaufte.

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