Zum Hauptinhalt springen

BayernLB verklagt Morgan Stanley wegen Hypothekenpapieren

Frankfurt Die Bayerische Landesbank will ihre Verluste mit Hypothekenpapieren in den USA durch eine weitere Klage begrenzen.

Das Institut, das bereits JPMorgan verklagt hat, fordert nun auch von der US-Bank Morgan Stanley Schadensersatz. Die BayernLB geht wegen mutmasslicher Verluste mit verbrieften Häuserkrediten (RMBS) gegen das Finanzinstitut vor und verlangt 486 Millionen Dollar, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht. Die belgische Bank Dexia geht wegen angeblicher Verluste von 680 Millionen Dollar ebenfalls gegen Morgan Stanley vor. Die LBBW, die IKB und die HSH Nordbank hatten bereits ähnliche Klagen eingereicht und damit teilweise auf die drohende Verjährung der Fälle reagiert. Ein BayernLB-Sprecher bestätigte am Donnerstag die Einreichung der Klage, wollte sich aber nicht zu Details äussern. Im Fall von JP Morgan hatte die Landesbank argumentiert, ihr seien Risiken verheimtlich worden, die in Wohnimmobilienkrediten lagen. Diese hatten viele Institute gebündelt und als hypothekenbesicherte Wertpapiere (RMBS) weiterverkauft. Zahlreiche Banken hatten leichtfertig Hypotheken vergeben, weil sie auf Wertsteigerungen der Häuser setzten. Als die Träume platzten und viele Häuslebauer die Zinsen auf die Kredite nicht mehr bedienen konnten, brach der Wohnimmobilienmarkt zusammen - einer der Auslöser der Finanzkrise 2007/2008.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch