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Bayer verkauft Rechte an Alzheimer-Substanz an indische Firma

Frankfurt Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer strafft sein Geschäft mit Substanzen zur Früherkennung von Krankheiten.

Er verkauft weltweite Rechte an verschiedenen Molekulardiagnostik-Substanzen, darunter ein Mittel zum frühen Nachweis von Alzheimer, an die indische Firma Piramal Healthcare. Das Geschäft soll noch im laufenden zweiten Quartal unter Dach und Fach gebracht werden, teilte der Leverkusener Konzern am Sonntag mit. Mit dem Schritt wolle der Konzern Ressourcen gewinnen, um sich stärker auf andere Projekte in der späten Entwicklungsphase konzentrieren zu können. Finanzielle Einzelheiten teilte Bayer nicht mit. Die indische Firma erwirbt die weltweiten Rechte an Substanzen, die bei Diagnose-Scans mit der Positronen-Emissionstomographie (PET) zum Einsatz kommen. Das wichtigste Entwicklungsprojekt darunter ist Florbetaben, ein radioaktiver Marker, der Patienten vor PET-Gehirn- Scans gespritzt wird. Das Mittel soll spezielle Gehirnablagerungen sichtbar machen, die bei Alzheimer vorkommen. Piramal soll auch für die Marktzulassung des Mittels verantwortlich sein, das aktuell in der dritten Phase der klinischen Entwicklung steckt. Bayer hatte der Substanz einmal ein jährliches Umsatzpotenzial von in der Spitze 250 bis 500 Millionen Euro zugetraut. Piramal schätzt, dass neue Diagnostik-Substanzen zur Früherkennung von Alzheimer mittels PET-Scans ein Marktpotenzial von bis zzu 1,5 Milliarden Dollar haben können. Der indische Konzern plant nach eigenen Angaben, noch in diesem Jahr Zulassungsanträge für Florbetaben zu stellen. Ergebnisse einer Phase-III-Studie sollen Bayer zufolge noch im April auf einem Medizinerkongress in den USA vorgestellt werden.

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