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Basler Ausschuss für Bankenaufsicht besteht seit 1974 Mindestanforderungen seit 1988

Berlin Nach der Finanzmarktkrise sollen Kreditinstitute ihre Geschäfte mit mehr eigenem Kapital unterfüttern als bisher.

Diese neuen Regeln werden unter dem Begriff «Basel III» zusammengefasst. Damit soll zum einen das Risiko der Bankengeschäfte eingedämmt werden, zum anderen will man die Institute für Kosten neuer Krisen stärker in die Pflicht nehmen. Die neuen Regeln sollen im November beim Treffen der 20 grössten Industrienationen (G20) in Seoul auf den Tisch kommen. Die Empfehlungen hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht erarbeitet. Dem Gremium gehören Zentralbanker und Bankenaufseher aus 27 Ländern an - es wurde 1974 nach dem Zusammenbruch des deutschen Bankhauses Herstatt gegründet. Der Ausschuss ist bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel angesiedelt. Deren Aktionäre sind ausschliesslich Zentralbanken, daher versteht sich die BIZ als «Bank für Zentralbanken». 1988 empfahl der Basler Ausschuss erstmals Mindestanforderungen für die Kapitalausstattung von Banken. Demnach sollten Kreditinstitute im Verhältnis zu ihren Forderungen mindestens acht Prozent Eigenkapital vorhalten, um Ausfallrisiken abzudecken. Der Fachbegriff für die Kreditforderungen lautet «risikogewichtete Aktiva». Denn Kredite sind in Bankenbilanzen unter den Aktiva gefasst, und gemäss «Basel I» müssen Kredite nach ihrem Risiko gewichtet werden. Von den acht Prozent Eigenkapital muss bisher die Hälfte aus sogenanntem Kernkapital bestehen, dazu zählen das Stammkapital der Bank wie zum Beispiel Aktien sowie Gewinnrücklagen. Im Jahr 2004 verabschiedete der Ausschuss für Bankenaufsicht die «Basel II»-Regeln. Sie sollten die Risiken besser erfassen und so für mehr Gerechtigkeit sorgen. Die Eigenkapitalquote variiert seitdem: Bei Kunden mit wenig Kreditwürdigkeit müssen Banken mehr Eigenkapital vorhalten als bei Kunden mit besserer Bonität. Ausschlaggebend ist ein Rating, bei dem die Kreditnehmer anhand ihrer Geschäftszahlen Noten erhalten.

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