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Barclays-Chef erwartet Konsolidierung unter europäischen Banken

Singapur Die europäische Bankenbranche steht nach Einschätzung von Barclays-Chef Bob Diamond vor einer Konsolidierungswelle in den nächsten zwölf Monaten.

Banken würden derzeit alle Geschäftsfelder auf den Prüfstand stellen und sich anschliessend von Bereichen trennen, in denen sie keinen Wettbewerbsvorteil hätten, prophezeite Diamond in einem Interview der Zeitung «Business Times» (Montagausgabe) in Singapur. So habe sich Barclays beispielsweise aus dem Privatkundengeschäft in Russland und Indonesien zurückgezogen. Wegen der Euro- Schuldenkrise mache sich Barclays weniger Sorgen. So sei die britische Bank in Europa weniger im Bereich Staatsanleihen, als vielmehr im Privatkundengeschäft und hier vor allem bei Hypotheken engagiert. Das grösste Problem europäischer Banken sei nicht ein Mangel an Liquidität, sondern ein Mangel an Strukturreformen, sagte Diamond. «Wenn man sich die europäischen Banken ansieht, die beim Stresstest durchgefallen sind, so war der Grund für ihr Scheitern vor allem der, dass sie Anleihen ihrer jeweiligen Regierungen besessen haben.» Es gehe also weniger um Bankenkapital, sondern eher um Risiken durch Staatsanleihen.

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