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Banken-Stresstest: EU-Finanzminister wollen Auffangstrategien

Die EU-Finanzminister diskutieren bei ihrem Treffen am Dienstag in Brüssel einen Auffangmechanismus für Banken, die beim Stresstest durchfallen.

Die Resultate der Stresstests sollen am Freitag präsentiert werden. 91 Banken wurden dieses Jahr auf ihre Krisentüchtigkeit geprüft. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) stellte für die Veröffentlichung am Freitag nach 18.00 Uhr detaillierte Angaben in Aussicht. Anders als letztes Jahr wollen die EU-Finanzminister die Kommunikation zu den Resultaten besser koordinieren. Zudem sollen Leitlinien, beziehungsweise ein Auffangmechanismus vereinbart werden, um allfällige Pleiten zu verhindern. «Wir müssen wissen, was zu tun ist, wenn einige Banken durchfallen», sagte Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden am Dienstagmorgen. Letztes Jahr hatten sieben Banken den Test nicht bestanden. Zusammen mit den Ergebnissen sollen Banken, die nicht oder nur knapp bestanden haben, die Massnahmen veröffentlichen, die sie bis Ende 2012 ergreifen wollen, um ihre Kapitalbasis aufzubessern. Zudem müssen die Banken ihre Bestände an Krediten und Staatspapieren nach Ländern, Art und Laufzeiten aufschlüsseln. Die EBA hatte die Kriterien in den vergangenen Wochen verschärft, so wurde insbesondere die Schuldenkrise in Griechenland stärker berücksichtigt. Laut Medienberichten könnten rund zehn Banken die Tests nicht bestanden haben. Nach einer Studie der Ratingagentur Moody's dürften bei insgesamt 26 Banken die Puffer so dünn sein, dass sie zusätzliches Kapital brauchen. Die Schweizer Banken sind beim Test der EBA nicht dabei. Sie müssen von der Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) geprüft werden.

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