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Bankenpräsident Odier will umfassende Lösung mit den USA

Der Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), Patrick Odier, wünscht sich einen juristisch und finanziell «akzeptierbaren» Schlussstrich im Steuerstreit mit den USA.

Odier betonte zudem, dass die Schweizer Banken keine Namenlisten mit Angestellten an amerikanischen Behörden übergeben hätten. Eine «Globallösung» würde die Probleme mit der Vergangenheit beenden: Dafür kämpfe die SBVg, sagte Odier der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi» in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Es helfe nicht, wenn sich die Schweiz in die eigenen vier Wände zurückziehe. Odier äusserte sich auch zur Kontroverse um die Übergabe von Namen Schweizer Bankmitarbeiter. Die Banken hätten mit Zustimmung des Bundesrates nur Dokumente übergeben, welche möglicherweise als unzulässig einstufbare Handlungen aufzeigten. Es seien keine «Listen» ausgehändigt worden, weder von Mitarbeitern noch von Kunden. Ausser den Angaben aus der Schweiz verfügten die Amerikaner aber über zahlreiche Dokumente, welche von ungefähr 30'000 amerikanischen Steuerzahlern stammten. Diese hätten «alles enthüllt, was sie wussten», sagte Odier. Infolgedessen könnten die US-Behörden die Namen von Bankmitarbeitern kennen. «Man kann aber nicht von einer Denunziation seitens der Banken reden, sie sich selber schützen wollten», sagte der Genfer Privatbankier. Die durch den US-Steuerstreit entstandene Lage sei «äusserst bedauernswert», sagte Odier weiter. Die USA hätten mit Klagen die Existenz von Schweizer Banken bedrohen können. Es habe eine «Notlage» gegeben, sagte Odier.

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